Erhöhtes familiäres Brustkrebs-Risiko. Susanna erzählt von der Brustgenberatung.

1. Februar 2018 - Gesundheit - Nina Roth

Schon ein halbes Leben lang glaubte Susanna (Name von der Redaktion geändert), dass sie ein erhöhtes familiäres Risiko für Brustkrebs hat. Denn sie wusste, dass beide Omas und ihre Tanten „Frauenkrebs“ hatten. Susanna hatte sich eine Zeit lang keine Gedanken darüber gemacht, doch in letzter Zeit beschäftigte sie das Thema immer mehr und sie begann sich zu fragen, ob sie möglichweise ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko hat.

Auf einer Veranstaltung erfuhr sie von Dr.in Marianne Bernhart, der programmverantwortlichen Medizinerin des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms, von der Möglichkeit einer Brustgenberatung. Anhand einer Analyse des Familienstammbaums und eines Bluttests wird dabei erhoben, wie hoch das individuelle Risiko an Brustkrebs zu erkranken ist. Wichtig wäre allerdings – das betonte die sympathische Ärztin – dass Susanna sich darüber bewusst sei, dass dabei auch ein hohes Risiko an Brustkrebs zu erkranken heraus kommen könne. Dr.inBernhart empfahl ihr daher darüber nachzudenken, wie sie damit umgehen würde und sich auch über die möglichen Konsequenzen zu informieren. Nachdem Susanna ein paar Tage nachgedacht hatte und Informationen – z.b. hier  – eingeholt hatte, war ihr klar: „Ich will es wissen. Denn ich habe Möglichkeiten mit einem möglicherweise erhöhten Brustkrebs- und Eierstockkrebs-Risiko verantwortungvoll umzugehen.“ Susanna hatte von einer intensivierten Früherkennung von Brustkrebs bei erhöhtem Risiko gelesen und von einer vorbeugenden Entfernung des Brustgewebes.

Ungewöhnlich schnell ergatterte die Wienerin einen Termin in der Brustgen-Beratungsstelle am Wiener AKH. Bereits eine Woche später ging sie ausgestattet mit dem Familien-Stammbaum zum Anamnese-Gespräch. Ein Gynäkologe und eine Pychologin, die das Gespräch mit Susanna führten, klärten sie zunächst über den Ablauf des Gesprächs auf und dass sie es jederzeit abbrechen könne, wenn es ihr zu viel wurde. Als nach der gemeinsamen Familien-Anamnese klar war, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass Susanna tatsächlich ein erhöhtes familiäres Risiko für Brust- und Eierstockkrebs haben könnte, wurde sie von dem Arzt über die möglichen Methoden ihr Risiko zu senken aufgeklärt. Sie erfuhr von der vorbeugenden Entfernung des Brustgewebes sowie von der vorbeugenden Entfernung der Eierstöcke und um wie viel Prozent sie mit diesen Methoden ihr Risiko senken könne. Susanna hat überrascht, dass sich ein mögliches Brustkrebs-Risiko mit einer Entfernung des Brustgwebes um fast 90 % reduziert. Nach dem Gespräch mit den beiden Experten in angenehmer Atmosphäre, war Susanna zu ihrer eigenen Überraschung eher beruhigt als beunruhigt und sie hatte das Gefühl richtig gehandelt zu haben. Nachdem sie erfahren hatte wie eine Entfernung des Brustgewebes oder der Eierstöcke vor sich gehen würde, war sie sich sicher, dass sie diese Möglichkeiten in Anspruch nehmem würde, falls ihr Befund positiv sein sollte. Außerdem war es ihr wichtig zu erfahren, ob ihr Sohn – falls sie selbst ein erhöhtes Risiko haben sollte – ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs hat. Sie hatte vor, ihn zu informieren und seine medizinischen Möglichkeiten mit ihm zu besprechen, falls ihr Befund positiv wäre.

Aber nun hieß es erst mal lange Warten. Die Zeit des Wartens hat Susanna kaum als belastend empfunden, weil sie ja bereits einen Plan hatte wie sie mit einem möglichen positiven Befund umgehen würde. Sechs Monate später erhielt sie ein Schreiben und Susanna fiel ein Stein vom Herzen: Ihr Befund war negativ – es wurden bei ihr keine kranksheitsassoziierten Veränderungen der Gene BRCA 1 und BRCA 2 gefunden. Im Befund stand zwar, dass sie aufgrund ihrer Familienanamnese ein erhöhtes Risiko hatte an Brustkrebs zu erkranken, aber nicht ihr Sohn. Im Befund wurden ihr intensivierte, engmaschige Untersuchungen zur Früherkennung von Brust- und Eierstockkrebs empfohlen.  Susanna wusste, dass ihr negativer Befund nicht bedeutete, dass auch ihre Geschwister – sie hat einen Bruder und eine Schwester – ebenfalls negativ wären. Ihr war es wichtig den Beiden Bescheid zu geben und sie darüber zu informieren, dass auch sie die genetische Beratung in Anspruch nehmen könnten. Während Susannas Schwester sich rasch einen Termin vereinbarte, war ihr Bruder nicht am Gentest interessiert. Er wusste nicht wie er mit einem möglichen positiven Befund umgehen soll, daher wollte er es lieber gar nicht wissen.

„Ich kann den Gentest empfehlen, mich hat es beruhigt Bescheid zu wissen. Doch letztendlich ist es eine sehr persönliche Entscheidung, die jeder für dich selbst treffen muss. Wichtig ist es über die möglichen Konsequenzen, die man aus dem Befund zieht, nachzudenken“, sagt Susanna heute.

Hier finden Sie Brustgen-Beratungsstellen in ganz Österreich.

 

Interview mit Dr. Michaela Rosenblattl, MEd., Präsidentin des rtaustria, dem Berufsfachverband für Radiologietechnologie Österreich

11. Januar 2018 - Allgemein - Sabine Klein

In diesem Blog-Beitrag wollen wir Ihnen den Beruf der RadiologietechnologInnen näher bringen. Dieser Berufsstand spielt im Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm nämlich eine Schlüsselrolle: Denn nur wenn die Mammografie-Aufnahmen höchste Qualitätsansprüche erfüllen, ist eine Befundung möglich. Wir haben uns mit Michaela Rosenblattl über Berufsbild, Aus- und Fortbildung und ihre Aufgaben als Präsidentin des Berufsverbandes unterhalten.

 

Früh erkennen: Frau Rosenblattl, Sie sind Präsidentin des Berufsverbandes für Radiologietechnologie in Österreich. Das ist eine Berufssparte, die vielen Frauen möglicherweise nicht sehr vertraut ist. Wie darf man sich den Berufsalltag als RadiologietechnologIn denn eigentlich vorstellen? Was alles gehört – besonders im Zusammenhang mit dem Brustkrebs-Früherkennungsprogramm – zu Ihren Aufgaben?

Michaela Rosenblattl: Eines ist für Frauen bestimmt überraschend: Wir RadiologietechnologInnen beginnen mit unserer Arbeit bereits ab dem Zeitpunkt, an dem eine Untersuchung angemeldet wird. Ab diesem Moment starten unsere Vorbereitungen für die Untersuchungsdurchführung. Dazu wird erfasst, welche besonderen Erfordernisse vorliegen, etwa ob die psychische Verfassung einer Frau berücksichtigt werden muss oder der kulturelle Hintergrund. Die gesamte Untersuchung ist umfassend: Neben dem Patientenfragebogen und der gewissenhaften Protokollierung müssen die konkreten Untersuchungsparameter festgelegt werden – stets abgestimmt auf die individuellen Möglichkeiten der Frau: Damit die Mammografiebilder befundet werden können, braucht es optimales Bildmaterial – das muss auch für Frauen gelten, die etwa eine Bewegungseinschränkung haben. Erst wenn diese Voraussetzungen geklärt sind, wird das Röntgenbild erstellt, unter strikter Einhaltung der Strahlenschutzanforderungen. Danach kommt es zur Bildanalytik und Auswertung nach den PGMI-Kriterien. Diese Kriterien sind ideal, um Mammografie-Aufnahmen zu beurteilen. Die auf diese Weise gewonnen Ergebnisse übergeben wir an zwei unabhängige RadiologInnen zur Befundinterpretation. Danach übernehmen wir die Nachsorge und das Entlassungsmanagement mit der Übergabe des Befundes.

Früh erkennen: Hatte die Einführung des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms auch Auswirkungen auf die Ausbildung? Was unterscheidet RadiologietechnologInnen von RöntgenassistentInnen?

Michaela Rosenblattl: RadiologietechnologInnen haben ein Bachelorstudium hinter sich, sie sind ein akademischer Gesundheitsberuf mit mindestens 4500 Stunden Studienzeit. Darin ist die Behandlung der Brust in mehreren Lehrveranstaltungen und Fachgebieten verortet: Anatomie, Pathologie, Projektionsradiographie inkl. Bildanalytik, MR-Mammographie, Mamma-Interventionen und Krankenhaushygiene, Strahlentherapie der Brustdrüse inkl. der Dosisberechnungen und vieles mehr. Patientenbetreuung, Kommunikation, Gerätetechnik, Signal-und Bildverarbeitung gehören ebenfalls zu unseren Aufgaben. Das bedeutet, dass ausgebildetete RadiologietechnologInnen bereits ein umfangreiches Wissen haben. RöntgenassistenInnen hingegen haben eine modulare Kurzausbildung hinter sich, was sie zur Durchführung einer standardisierten Mammografie unter Aufsicht von RadiologietechnologInnen berechtigt. Alle anderen Verfahren sind nicht im Berufsbild enthalten.

Wie genau müssen sich die RadiologietechnologInnen fortbilden und warum ist das so wichtig?

Michaela Rosenblattl: RadiologietechnologInnen haben die ausdrückliche Berufspflicht, sich regelmäßig fortzubilden. Sie sind erste Ansprechpersonen für die Frau, wenn sich die Kabinentür öffnet. Dass sich das auf der Gefühlebene niederschlägt, hat bestimmt jede Frau bereits erlebt, die schon einmal bei der Mammografie war. Auch damit müssen wir professionell umgehen können: Hier muss sofort ein guter Kontakt hergestellt werden, damit die Untersuchung in einer angenehmen Atmosphäre abläuft, sich die Frau entspannt und dadurch die Untersuchungsqualität gewährleistet werden kann. Erst durch die Beachtung aller körperlichen Möglichkeiten der Frau wird die Mammografie qualitativ gut: Wenn es körperliche Einschränkungen oder besondere Merkmale gibt, müssen wir das auch dokumentieren. Diese Maßnahmen sind also „befundrelevant“, wie wir das nennen: Nur im Zusammenhang mit dieser Information kann eine optimale Bildinterpretation durch Ärztin oder Arzt gelingen. RadiologietechnologInnen und ÄrztInnen (RadiologInnen) müssen zusammenarbeiten, denn nur durch die Kombination aus beiden Kompetenzen kann eine gelungene Mammografie entstehen. Die Fortbildung bringt die Berufsgruppen im Sinne der Qualität auf eine Ebene. Der Austausch unter der Kollegenschaft ist wichtig. Deshalb sind bei unseren Kursen alle Fragen erlaubt und ausdrücklich erwünscht.

Früh erkennen: Was genau sind Ihre Aufgaben als Präsidentin des Berufsverbandes?

Michaela Rosenblattl: Keine Frau gleicht der anderen, jede hat das Anrecht auf eine optimale Versorgung. Nicht nur die Untersuchung braucht Zeit, auch die Begutachtung von früheren Aufnahmen und die Beurteilung der gemachten Bilder. Diese Zeit muss unserer Berufsgruppe zugestanden werden. Wenn z.B. aus Zeitdruck, nicht die ganze Brust abgebildet ist, ist die Aufnahme wertlos. Deshalb ist die Einhaltung einheitlicher Qualitätsrichtlinien zentral und dafür setze ich mich mit meinen KollegInnen Michaela Hondl und Stefan Gaisbichler und Sabine Weissensteiner,MA., durch die Konzipierung unserer Weiterbildungskurse ein. Das spiegelt sich auch in unserem Bildungsangebot wider, bei dem uns noch weitere KollegInnen unterstützen. Nur wenn wir gute Untersuchungsabläufe und Qualitätsrichtlinien einhalten, können gute Befunde entstehen. Das ist gerade für unsere Arbeit in der Brustkrebs-Früherkennung wesentlich, aber natürlich nicht immer einfach. Jeden Tag haben wir mit ganz unterschiedlichen Frauen zu tun, die im Rahmen der Mammografie ihre ganz individuellen Bedürfnisse haben. Trotzdem sollen am Ende einwandfreie Bilder herauskommen. Diesen Spagat meistern wir täglich und als Präsidentin des Berufsfachverbandes für Radiologietechnologie Österreich (rtaustria) ist es mir ein Anliegen, dass unsere Arbeit anerkannt wird.

 

Weitere Informationen zum rtaustria finden Sie hier.

Marianne Bernharts weihnachtliches „Pippi Langstrumpf“ Rezept

17. Dezember 2017 - Allgemein - Nina Roth

Dr.in Marianne Bernhart, die programmverantwortliche Medinzinerin des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms bäckt in der Adventzeit am liebsten schwedische „Pepperkakor“ a lá Pippi Langstrumpf, weil „sie die Wohnung mit feinem Weihnachsduft erfüllen“.  Das super einfache Rezept hat sie uns verraten – mit dem Hinweis, dass wir den Teig nicht wie Pippi am Boden ausrollen sollen 😉 . Gutes Gelingen!

PEPPERKAKOR

150g (=1 ½ dl ) Honig

175g  Butter

200g  Kristallzucker

1 Teelöffel Zimt

1 Teelöffel Nelken

1 Teelöffel Ingwer

ev. Kardamom

10 dl (etwas mehr) Schlagobers

½ kg griffiges Mehl

1 Pkg. Backpulver

Die Zutaten zu einem Teig vermengen – die Menge an Zimt, Nelken, Ingwer und Kardamom kann je nach persönlichem Geschmack variiert werden. Teig über Nacht im Kühlschrank rasten lassen.

Den Teig am nächsten Tag zwischen zwei Klarsichtfolien portionsweise ausrollen, während der Rest des Teiges weiter im Kühlschrank lagert; Kreise oder Monde ausstechen. Bei 250° auf Backpapier ca. 5 Minuten backen.

 

 

 

Punsch a lá Marianne

7. Dezember 2017 - Allgemein - Nina Roth

Sind Sie in der Adventzeit auch so gerne in Gesellschaft? Dann hat unsere programmverantwortliche Medzinerin das perfekte Punsch-Rezept für Sie, Ihre Familie, Ihre Freundinnen und alle, die Sie sonst noch gerne dabei haben wollen. Denn Dr.in Marianne Bernhart hat eine große Familie – Punsch wird daher erst ab 30 Personen gekocht ;). Ein bisschen süß darf es auch sein, schließlich trinkt man das vorweihnachtliche Heißgetränk ohnehin nur wenige Male im Jahr.

Punsch a lá Marianne (für ca. 30 Personen)

12 l Wasser

6 l Orangensaft (gerne auch frisch gepresst)

2 l Rum

2 kg Zucker

7 St Zimtstangen (1St ca 6 cm)

40 St Nelken

1 Stk Zitrone in Scheiben geschnitten

9 Stk Datteln (entkernt)

24 Beutel schwarzer Tee

24 Beutel Früchtetee

12 Beutel Winterzaubertee o.ä.

Wasser aufkochen, Orangensaft, Rum, Zucker, Gewürze, Zitronen, Datteln dazu geben. Teebeutel hinein hängen und 10 Minuten ziehen lassen. Ev. noch mal erhitzen. Servieren.

Wir stellen vor: Die „früh erkennen“ Serviceline 0800 500 181

7. November 2017 - Allgemein - Sabine Klein

Seit 1. März 2013 ist die „früh erkennen“ Serviceline des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms unter der Telefonnummer 0800 500 181 erreichbar. Die MitarbeiterInnen, oder „Agents“ wie man sie intern nennt, beantworten Fragen rund um das Programm, nehmen Feedback entgegen und bearbeiten Anmeldungen zum bzw. Abmeldungen vom Programm. Seit Bestehen wurden über 352.000 Anrufe entgegengenommen und ca. 60.000 schriftliche Anfragen behandelt. In diesem Blogbeitrag wollen wir Ihnen die Serviceline ein wenig genauer vorstellen. Wir haben uns in den Räumlichkeiten der Serviceline umgesehen und Telefonpausen für kurze Gespräche mit den Agents genützt.

Was uns sofort auffällt: Das Team der Serviceline ist wirklich bunt! Insgesamt sind derzeit 46 MitarbeiterInnen in Teilzeit oder Vollzeit beschäftigt, wobei die Altersspanne zwischen 19 und 52 Jahren liegt. In ihrer Gesamtheit decken die Agents durch ihre unterschiedliche Herkunft und Ausbildung nicht weniger als 15 (!) Sprachen ab. Englisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch und Türkisch werden von Montag bis Freitag zwischen 08.00 und 18:00 Uhr zumindest von einem Agent gesprochen. Sollte bei einem Anruf eine gewünschte Sprache nicht verfügbar sein, wird rasch und unbürokratisch ein Rückruf veranlasst.

Wir fragen nach dem Anforderungsprofil. Was müssen die Agents an Anforderungen bzw. an Wissen mitbringen? Die Antwort überrascht uns: Für die Tätigkeit an sich gibt es keine fachspezifische Ausbildung. Die Bildungswege der Frauen und Männer, die hier arbeiten, sind deshalb höchst unterschiedlich: AbsolventInnen einer Lehre oder höherer Schulen sind bei der Serviceline ebenso beschäftigt wie AkademikerInnen. Mehrere MitarbeiterInnen befinden sich in berufsbegleitender Ausbildung, das heißt, sie holen die Matura nach bzw. studieren an einer Universität oder Fachhochschule. Um den täglichen Anforderungen gewachsen zu sein, werden natürlich bestimmte Schlüsselqualifikationen vorausgesetzt: Dazu gehören neben guten EDV-Anwenderkenntnissen überdurchschnittliche soziale und kommunikative Fähigkeiten, Verantwortungsbewusstsein und persönliches Engagement.

Und natürlich müssen die Agents die Eckpunkte des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms beherrschen: An wen es sich richtet; was die Altersgruppen zu bedeuten haben; ab wann man sich zum Programm anmelden kann; oder warum ein „Zwei-Jahres-Intervall“ für die Früherkennungsmammografie vorgesehen ist. Viele unterschiedliche Fragen prasseln Tag für Tag auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Damit sie gerade in diesen Themen sattelfest sind, werden sie laufend geschult. Halbjährlich wird dann geprüft, wie gut tatsächlich gearbeitet wird: Wie verhalten sich die Agents am Telefon? Schaffen sie es auch bei schwierigen Anrufen freundlich zu bleiben? Wie dokumentieren sie Anrufe und Mail-Anfragen? Mittels Wissenstest wird dann noch festgestellt, ob sie auch wirklich alle wesentlichen Informationen rund ums Programm abrufen können.

Klingt anspruchsvoll? Ist es auch! Damit die Arbeit auch Spaß macht, gibt es eine Reihe von Maßnahmen: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Flexibilität durch verschiedene Teilzeitmodelle, gegenseitige Unterstützung in kleineren Teams, regelmäßige Teammeetings, in denen auch schwierige Themen angesprochen werden können. Besondere Ereignisse wie Geburtstage  oder Hochzeiten werden gebührlich gefeiert – und zwar nicht nur im kleinen Team, sondern teamübergreifend im großen Rahmen. Und zwischendurch hält man sich gegenseitig mit Knabbereien und Süßigkeiten bei Laune. Wie gut das funktioniert, davon können wir uns bei unserem Kurzbesuch selbst überzeugen.

Natürlich wird es zwischendurch immer wieder stressig, wenn plötzlich alle Telefone auf einmal läuten. Und manche Anrufe sind schwierig, weil sie emotional belasten können: z.B. weil eine Anruferin am Telefon ungehalten ist. Diesen Situationen begegnen die Agents mit gegenseitigem Respekt, mit Hilfsbereitschaft und Empathie – das schafft den nötigen Ausgleich.

Als wir gehen, sind bereits alle wieder am Telefonieren. Wir winken ein letztes Mal in die Runde und wissen die Anruferinnen in guten Händen.

 

                   

 

Serviceline 0800 500 181
Mo bis Fr von 08:00 bis 18:00 Uhr
kostenfrei aus ganz Österreich
serviceline@frueh-erkennen.at

Anmeldungen zum Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm können Sie auch über unsere Website und über das Online-Portal Meine SV erledigen.

Online geht’s schneller: Neue Wege in der Sozialversicherung

12. Oktober 2017 - Allgemein - Sabine Klein

„früh erkennen“ hat sich wieder einen interessanten Interview-Partner geholt: Mag. Andreas Obermaier ist als Direktor der Wiener Gebietskrankenkasse u.a. zuständig für die Bereiche Organsiation und Informatik. Wir haben ihm eine Reihe von Fragen zum Online-Service „Meine SV“ gestellt, u.a. wollten wir wissen, wie Frauen es im Zusammenhang mit dem Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm nutzen können.

 

Früh erkennen: Herr Direktor Obermaier, mit dem neuen Online-Service „Meine SV“ der Sozialversicherung ist es möglich, Einreichungen, Anträge und Meldungen online zu erledigen. Welche Services umfasst dieses Angebot konkret?

Mag. Obermaier: Ich kann dieses neue Angebot nur wärmstens empfehlen, gerade weil es so viele Services umfasst. Es wurde geschaffen, um den Versicherten Zeit und Wege zu ersparen und hält, was es verspricht: Sie können hier z.B. Wahlarzt- oder Fahrtkosten-Rechnungen einreichen, einen Blick auf Ihr Pensionskonto werfen, Ihre Daten und jene von mitversicherten Personen kontrollieren, Ihre e-card nachbestellen und vieles mehr. 33 Services haben wir bis jetzt auf der Plattform integriert und wir erweitern die Liste laufend. Wer „Meine SV“ nutzt, hat klare Vorteile, etwa bei der Einreichung von Rechnungen: Online ist die Wartezeit bis zur Überweisung deutlich kürzer, als wenn Sie ein Kundencenter aufsuchen – von der Wartezeit am Schalter einmal abgesehen – sowohl die Versicherten als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren also davon.

Früh erkennen: Man braucht dafür eine Handysignatur und dann muss man sich noch auf einem Computer einloggen … Ist dieses neue System nicht doch auch kompliziert?

Mag. Obermaier: Ganz und gar nicht. Oft glauben die Menschen, dass die Handysignatur kompliziert ist, weil sie eine falsche Vorstellung davon haben, dabei funktioniert es ganz ähnlich wie E-Banking. Und es gibt eine Vielzahl von Stellen, wo man rasch und unbürokratisch zu seiner Handysignatur kommt. Alles, was man dazu braucht, ist ein Handy mit SMS-Funktion und ein amtlicher Lichtbildausweis. Die Aktivierung dauert nur ca. 10 Minuten. Sie sehen: Das geht wirklich ganz schnell. Und man hat eine Reihe von Vorteilen, denn die Handysignatur ist eine rechtsgültige elektronische Unterschrift, die von zahlreichen Behörden und Institutionen genutzt wird, nicht nur von der Sozialversicherung. Wer sie sich einmal besorgt, profitiert also immer wieder davon, z.B. in Finanz- oder Postangelegenheiten. Übrigens: Über 800.000 Österreicherinnen und Österreicher haben bereits eine Handysignatur – Tendenz steigend.

Früh erkennen: Jüngst ist auch das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm in „Meine SV“ integriert worden. Was genau haben Frauen davon, die das neue Angebot nutzen?

Mag. Obermaier: Kurz gesagt: eine weitere Möglichkeit, sich über die Brustkrebs-Früherkennung zu informieren – zusätzlich zu unserer Serviceline, die unter der Telefonnummer 0800 500 181 erreichbar ist. Jede Frau, die sich fragt, wann sie das letzte Mal bei der Brustkrebs-Früherkennung war oder ob ihre e-card freigeschaltet ist, kann nun auf „Meine SV“ selber nachsehen – einfach, bequem und sicher.

Früh erkennen: Stichwort Sicherheit – Wie sicher ist „Meine SV“? Was haben Sie alles unternommen, damit die Daten der Versicherten geschützt sind?

Mag. Obermaier: Bei „Meine SV“ kommen aktuelle Sicherheitstechnologien zum Einsatz, die für die gesamte Sozialversicherung gemeinsam ständig betreut und weiterentwickelt werden. Die gesamte Kommunikation erfolgt hochwertig verschlüsselt und mit der österreichischen Handysignatur steht eine zuverlässige Prüfung zur Verfügung, wer vor dem Bildschirm sitzt. Nur wer die Kennwörter und das damit verknüpfte Handy besitzt, hat Zugriff – ähnlich wie bei Banken, mit denen man seine Bankgeschäfte online abwickelt.

Früh erkennen: Hand aufs Herz: Nutzen Sie meine SV auch?

Mag. Obermaier: Ja, sicher! Ich bin ja ein Versicherter wie alle anderen auch und nutze online eine Reihe von Services, z.B. die Leistungsinformation, die online ganz genau anzeigt, welche Leistungen von der Krankenversicherung für mich bezahlt wurden; oder das Pensionskonto.

Früh erkennen: Und was ist Ihr „Lieblingsservice“?

Mag. Obermaier: Auch wenn das für mich persönlich nicht direkt relevant ist: das Rezeptgebührenkonto. Dabei hat man einen genauen Einblick, wie viele Rezeptgebühren man bereits bezahlt hat und wann man die Obergrenze erreichen würde.

Früh erkennen: Was ist Ihre ganz persönliche Zukunftsprognose? Was müssen Versicherungsanstalten in Zukunft noch besser machen, wo gibt es Modernisierungsbedarf?

Mag. Obermaier: Alle reden heute von Digitalisierung und Fortschritt. Für mich muss diese Diskussion aber weit über die Programmierung von Online-Services und Apps hinausgehen. Ich meine, unsere größte Herausforderung wird sein, Schritt zu halten mit dem technologischen Fortschritt und gleichzeitig als Sozialversicherung eine Institution zu bleiben, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht. Und dazu wollen wir unsere Versicherten mit innovativen Zugängen laufend besser und bequemer servicieren – auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten. Das ist uns ein echtes Anliegen, nicht zuletzt, um für persönliche Beratung durch unsere Kolleginnen und Kollegen mehr Zeit zu haben.

 

 

Mag. Andreas Obermaier ist in der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) als Direktor zuständig für die Bereiche Medizinische Behandlungsökonomie, Organisation und Informatik, Versorgungsmanagement sowie Vertragspartnerverrechnung und Verhandlung. Er hat an der WU Wien Betriebswirtschaftslehre studiert und begann seine berufliche Laufbahn in der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA). 2007 wechselte er in die WGKK. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter. Sein Steckenpferd ist Zeitgeschichte, in seiner Freizeit macht er Sport, z.B. Laufen oder Segeln. Sein Laster: Kaffee …

 

Alle Infos zu „Meine SV“, dem Service-Portal der österreichischen Sozialversicherungsträger finden Sie hier.

Hier erfahren Sie, wie und wo Sie Ihre Handysignatur aktivieren können.

 

Können Sie Ihr Brustkrebs-Risiko beeinflußen?

14. September 2017 - Allgemein - Nina Roth

Kann ich Brustkrebs vorbeugen und etwas tun, damit ich mein individuelles Brustkrebs-Risiko senke? Diese Frage bewegt viele Frauen. Doch – wie meistens bei komlexen Angelegenheiten – ist diese nicht so einfach beantworten. Denn die Entstehung von Brustkrebs hängt von vielen Faktoren ab und nicht alle sind beeinflussbar. Hier ein kurzer Überblick darüber, welche Faktoren das Brustkrebs-Risiko bestimmen.

Wie aus großen Studien bekannt ist, kann fast sicher gesagt werden, dass folgende Faktoren bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle spielen: Das Lebensalter, die hormonelle Situation, der Lebensstil und ererbte Risikogene.

Zum Lebensalter kann gesagt werden, dass das Brustkrebs-Risiko nicht in jedem Lebensabschnitt gleich hoch ist. Während im Alter von 35 Jahren nur etwa jede 110. Frau an Brustkrebs erkrankt, ist es mit 65 Jahren jede 27. Frau. Da Brustkrebs mit höherem Alter häufiger vorkommt, betonen wir hier immer wieder, wie wichtig es gerade im Alter zwischen 50 und 70 ist, regelmäßig zur Brustkrebs-Früherkennung zu gehen. Eine Mammografie alle 2 Jahre kann Brustkrebs zwar nicht verhindern, aber ermöglicht eine Früherkennung und verbessert die Heilungschancen.

Die hormonelle Situation in unserem Körper hat ebenfalls einen Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs, aber ist kaum beeinflussbar. Je länger eine Frau mit dem Zyklus-bedingten Auf und Ab von Östrogenen und Gestagenen lebt, desto höher scheint das Risiko für Brustkrebs zu sein. Eine Rolle spielt auch die Familienplanung: Je mehr Schwangerschaften eine Frau hat und je länger die Kinder gestillt werden, desto niedriger ist das Risiko für Brustkrebs. Wichtig zu wissen ist auch, dass die Hormonersatztherapie jedenfalls risikosteigernd wirkt. Daher gilt heute das Prinzip diese so niedrig dosiert wie möglich und nur so lange wie nötig zu geben. Mehr Informationen dazu bekommen Sie von Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt.

Der Lebensstil ist der einzige Risiko-Faktor, den wir wirklich beeinflussen können: Wie viel und wie oft bewegen wir uns? Wiegen wir zu viel? Wie oft trinken wir wie viel Alkohol? All diese Faktoren haben einen Einfluss. Welche Rolle die Ernährung tatsächlich auf das Brustkrebs-Risiko hat und ob die Menge an Obst und Gemüse, die frau isst, eine Rolle spielt, scheint noch unklar zu sein. Andererseits bestimmt auch die Ernährung maßgeblich das Gewicht, das frau auf die Waage bringt und hat somit doch keinen so unerheblichen Einfluss.  Faszinierend dabei ist, dass schon eine Gewichtsabnahme um 4,5 Kilo – das sollten wir doch schaffen, oder? – das Brustkrebs-Risiko um 45 % (!) senken kann. Und dann wäre da auch noch der Alkoholkonsum: Konsumieren wir mehr als ein Glas Wein, steigt das Brustkrebs-Risiko mit jedem Glas um 7  %. Dann ist es wohl doch besser bei dem einen Glas zu bleiben, meistens jedenfalls. Mehr dazu finden Sie auch noch in diesem Blogbeitrag.

Ein wichtiger Einflussfaktor ist noch die genetische Belastung: Wer glaubt ein erhöhtes familiäres Brustkrebs-Risiko zu haben, bespricht dies am besten mit seiner Vertrauensärztin / -arzt oder wendet sich an die Brustgenberatung.

Umweltfaktoren oder Stress hingegen scheinen nach dem derzeitigen Stand der Forschung eine untergeordnete Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs zu spielen.

Wer mehr lesen möchte, kann dies hier tun oder hier.

Alles in allem lernen wir daraus, dass wir vor allem auf uns schauen müssen: Regelmäßig bewegen; nicht zu viel und nicht zu schwer, aber unbedingt köstlich essen; und es mit Wein, Bier oder dergleichen nicht übertreiben. Denken Sie dran!

 

Meine Lust zu Fuß zu gehen

29. August 2017 - Bewegung - Nina Roth

Ich gehe gerne zu Fuß. Ein oder zwei U-Bahn-, Straßenbahn- oder Busstationen. Oder ich steige erst gar nicht in die Öffis ein, weil es zu Fuß ohnehin schneller oder gleich schnell ist (wenn man die Wartezeiten mit einrechnet) und mehr Spaß macht. Dabei habe ich gar keinen Hund. Ich gehe zu Fuß, weil ich mich gerne bewege, weil es mir beim runter kommen hilft, weil ich in Ruhe nachdenken kann und weil Gehen mein Wohlbefinden massiv erhöht. Und ich entdecke neue Ecken von Wien oder sehe Regenbögen, nebelverhangene Bäume und orangen Himmel, die ich sonst gar nicht so bemerkt hätte.

Und ich gebe es zu – seit ich weiß, dass mein iPhone meine Schritte zählt – finde ich es auch immer wieder spannend herauszufinden wie viele Schritte / Kilometer ich tatsächlich gegangen bin. Motivierend finde ich zwar nach wie vor nur das Gehen selbst und nicht den Schrittzähler, dennoch wundere ich mich manchmal wie viele Schritte es an nur einem Tag waren.

Dass regelmäßige Bewegung auch der Gesundheit gut tut und vor einigen Krankheiten schützt, ist kein großes Geheimnis. So sinkt u.a. das Risiko für an Brustkrebs zu erkranken, das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder Osteoporose. Und anstatt ins Fitness-Center zu eilen, kann man den Weg nach Hause oder zur Arbeit auch genau so gut zu Fuß gehen. Allerdings sollte frau sich das mindestens 3 Mal in der Woche einteilen, damit sie einen Effekt erzielt.

Besser wie André Heller kann ich es auch nicht sagen: „Aso a dog gonz ohne geh, des ist ka Dog.“ Probieren Sie es doch einfach selbst aus und erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen.

Maria: Zeit ist das kostbarste Lebensgeschenk

10. August 2017 - Allgemein - Nina Roth

Bei unserer Wanderung auf den Vogelbergsteig Mitte Mai, die ganz im Zeichen der Brustkrebs-Früherkennung stand, haben wir auch die wunderbare Maria kennengelernt. Von sich selbst sagt sie, dass sie eine „gute Zuhörerin, aber oft ein bisschen zu ungeduldig“ ist. Dass sie gut zuhören kann, können auch wir nur bestätigen. Jedoch von Ungeduld haben wir, obwohl es bei unserer doch etwas langatmigen Wanderung mit dem Kamearteam jeden Anlass dazu gegeben hätte, absolut nichts gemerkt. Auf Wunsch des Kameramanns mussten die Damen nämlich Teile des Weges wiederholt gehen und keine – auch Maria nicht – wurde nervös oder ungehalten. Die also aus unserer Sicht gar nicht ungeduldige und liebenswürdige Maria aus unserem „früh erkennen“ Video möchten wir Ihnen heute vorstellen:

Für Maria ist Zeit eines der kostbarsten Lebensgeschenke und daher ist es ihr wichtig, sie sinnvoll zu nutzen und sie bewusst zu verbringen. Im Moment schenkt sie ihre Zeit am liebesten ihren 3 noch kleinen Enkeln und beobachtet die drei Burschen mit großer Freude beim größer werden. Wenn sie gerade nicht Oma ist, liest Maria gerne, liebt das Theater und geht oft in Konzerte. Auch Bewegung steht ganz oben auf ihrer Prioritätenliste: Die Wienerin wandert gerne oder geht ganz einfach spazieren, auch Yoga versucht sie regelmäßig unterzubringen. Und eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen, die auch als Bewegung nicht zu unterschätzen ist, ist Gartenarbeit. In ihrem Garten findet Maria fast immer was zu tun, aber das kennen Sie vermutlich selbst.

Ein wenig überraschend für uns war, dass Maria zwar regelmäßig zum Gynäkologen geht und auch sonst sehr gesundheitsbewusst ist, aber der Mammografie bis dato keinen so hohen Stellenwert eingeräumt hat. Aber das wird sich jetzt nach unserer „früh erkennen“-Wanderung hoffentlich ändern. Denn Maria wusste nicht, dass Frauen gerade in ihrem Alter besonders häufig an Brustkrebs erkranken. Daher ist es im Alter zwischen 50 und 70 Jahren besonders wichtig alle zwei Jahre zur Früherkennungsmammografie zu gehen. Vielleicht ist es uns gelungen, Maria diesbezüglich ein wenig zum Nachdenken anzuregen. Ob sie am Programm teilnimmt und wie oft sie zur Mammografie geht muss sie aber selbst entscheiden.

 

5 Grundregeln für mehr Wohlbefinden

9. August 2017 - Allgemein - Christa Kummer

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich Ihnen verraten, was es mit der Wetterfühligkeit allgemein auf sich hat. Heute möchte ich ein wenig näher darauf eingehen, was Menschen, die von diesem Phänomen betroffen sind, konkret dagegen tun können. Sie werden sehen: Alle Maßnahmen, die gegen Wetterfühligkeit helfen, sind auch klassische Vorsorge-Maßnahmen, die den Körper ganzheitlich dabei unterstützen, gesund zu bleiben.

Im Wesentlichen gibt es 5 Grundregeln, die man beachten sollte:

  1. Machen Sie soviel Bewegung und Fitness wie möglich an der frischen Luft
    Welche Tätigkeiten Sie auch bevorzugen – möglichst oft sollte es sein. Gehen Sie walken, laufen, radeln – allein oder mit Freundinnen, der Familie oder Gleichgesinnten. Wichtig ist vor allem, dass es Ihnen Spaß macht.
  2. Kennen Sie die guten alten Kneipp-Kuren?
    Es ist kein Wunder, dass Wechselbäder, Wassertreten oder Schneegehen nie aus der Mode gekommen sind: Jeder, der diese Methoden schon ausprobiert hat, kennt den wohltuenden Effekt. Bei entsprechender Konstitution kann das Kneippen auch mit regelmäßigen Sauna-Besuchen kombiniert werden. Übrigens: Die Kneipp-Medizin ist nicht als Gegensatz zur klassischen Schulmedizin zu werten – sondern vielmehr als Ergänzung. Probieren Sie doch einfach einmal einen kalten Guss unter der Dusche aus – vielleicht finden Sie an dieser einfachen Maßnahme Gefallen.
  3. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung
    Gesunde Ernährung hat viel mit dem eigenen Wohlbefinden zu tun. Gesund ist nicht nur, was schmeckt. Gesunde Ernährung bedeutet vor allem, auf die unterschiedlichen Jahreszeiten Rücksicht zu nehmen und die Nahrungsmittel auf den eigenen individuellen Organismus abzustimmen. Dieses einfache Ernährungsrezept erscheint angesichts der vielen Allergien und Unverträglichkeiten heute wichtiger denn je. Regional und saisonal einzukaufen ist der erste Schritt dazu.
  4. Trinken Sie ausreichend
    Das ist nur scheinbar eine Binsenweisheit – denn die Notwendigkeit einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme wird immer wieder unterschätzt: Mindestens 2 Liter braucht der Stoffwechsel unseres Körpers täglich, um reibungslos funktionieren zu können. Experten schwören übrigens auf Mineralwasser oder Kräutertee, eventuell aufgebessert mit Melissengeist.
  5. Tun sie Ihrer Seele etwas Gutes
    Das ist vermutlich leichter gesagt als getan. Jeder von uns kennt die Auswirkungen von Stress: Arbeit, Familie, Freizeit – viele Aufgaben wollen heute täglich unter einen Hut gebracht werden. Trotzdem gilt: Wenn Ihnen Ihre Gesundheit am Herzen liegt, vermeiden Sie Situationen, die Ihr Wohlbefinden beeinträchtigen. Nehmen Sie sich Zeit zum Meditieren (CDs gibt es jede Menge im Fachhandel); trainieren Sie ruhiges Atmen (einfache Techniken sind vielerorts erlernbar); horchen Sie in die Stille der Natur hinein und versuchen Sie so oft wie möglich innerlich ruhig zu werden.

Wenn Sie diese 5 Grundregeln beachten, wird sich das ohne Zweifel auf Ihre Gesundheit auswirken. Überlassen Sie nichts dem Zufall und nehmen Sie Ihr Wohlbefinden am besten noch heute selbst in die Hand.