Können Sie Ihr Brustkrebs-Risiko beeinflußen?

14. September 2017 - Allgemein - Nina Roth

Kann ich Brustkrebs vorbeugen und etwas tun, damit ich mein individuelles Brustkrebs-Risiko senke? Diese Frage bewegt viele Frauen. Doch – wie meistens bei komlexen Angelegenheiten – ist diese nicht so einfach beantworten. Denn die Entstehung von Brustkrebs hängt von vielen Faktoren ab und nicht alle sind beeinflussbar. Hier ein kurzer Überblick darüber, welche Faktoren das Brustkrebs-Risiko bestimmen.

Wie aus großen Studien bekannt ist, kann fast sicher gesagt werden, dass folgende Faktoren bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle spielen: Das Lebensalter, die hormonelle Situation, der Lebensstil und ererbte Risikogene.

Zum Lebensalter kann gesagt werden, dass das Brustkrebs-Risiko nicht in jedem Lebensabschnitt gleich hoch ist. Während im Alter von 35 Jahren nur etwa jede 110. Frau an Brustkrebs erkrankt, ist es mit 65 Jahren jede 27. Frau. Da Brustkrebs mit höherem Alter häufiger vorkommt, betonen wir hier immer wieder, wie wichtig es gerade im Alter zwischen 50 und 70 ist, regelmäßig zur Brustkrebs-Früherkennung zu gehen. Eine Mammografie alle 2 Jahre kann Brustkrebs zwar nicht verhindern, aber ermöglicht eine Früherkennung und verbessert die Heilungschancen.

Die hormonelle Situation in unserem Körper hat ebenfalls einen Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs, aber ist kaum beeinflussbar. Je länger eine Frau mit dem Zyklus-bedingten Auf und Ab von Östrogenen und Gestagenen lebt, desto höher scheint das Risiko für Brustkrebs zu sein. Eine Rolle spielt auch die Familienplanung: Je mehr Schwangerschaften eine Frau hat und je länger die Kinder gestillt werden, desto niedriger ist das Risiko für Brustkrebs. Wichtig zu wissen ist auch, dass die Hormonersatztherapie jedenfalls risikosteigernd wirkt. Daher gilt heute das Prinzip diese so niedrig dosiert wie möglich und nur so lange wie nötig zu geben. Mehr Informationen dazu bekommen Sie von Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt.

Der Lebensstil ist der einzige Risiko-Faktor, den wir wirklich beeinflussen können: Wie viel und wie oft bewegen wir uns? Wiegen wir zu viel? Wie oft trinken wir wie viel Alkohol? All diese Faktoren haben einen Einfluss. Welche Rolle die Ernährung tatsächlich auf das Brustkrebs-Risiko hat und ob die Menge an Obst und Gemüse, die frau isst, eine Rolle spielt, scheint noch unklar zu sein. Andererseits bestimmt auch die Ernährung maßgeblich das Gewicht, das frau auf die Waage bringt und hat somit doch keinen so unerheblichen Einfluss.  Faszinierend dabei ist, dass schon eine Gewichtsabnahme um 4,5 Kilo – das sollten wir doch schaffen, oder? – das Brustkrebs-Risiko um 45 % (!) senken kann. Und dann wäre da auch noch der Alkoholkonsum: Konsumieren wir mehr als ein Glas Wein, steigt das Brustkrebs-Risiko mit jedem Glas um 7  %. Dann ist es wohl doch besser bei dem einen Glas zu bleiben, meistens jedenfalls. Mehr dazu finden Sie auch noch in diesem Blogbeitrag.

Ein wichtiger Einflussfaktor ist noch die genetische Belastung: Wer glaubt ein erhöhtes familiäres Brustkrebs-Risiko zu haben, bespricht dies am besten mit seiner Vertrauensärztin / -arzt oder wendet sich an die Brustgenberatung.

Umweltfaktoren oder Stress hingegen scheinen nach dem derzeitigen Stand der Forschung eine untergeordnete Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs zu spielen.

Wer mehr lesen möchte, kann dies hier tun oder hier.

Alles in allem lernen wir daraus, dass wir vor allem auf uns schauen müssen: Regelmäßig bewegen; nicht zu viel und nicht zu schwer, aber unbedingt köstlich essen; und es mit Wein, Bier oder dergleichen nicht übertreiben. Denken Sie dran!

 

Meine Lust zu Fuß zu gehen

29. August 2017 - Bewegung - Nina Roth

Ich gehe gerne zu Fuß. Ein oder zwei U-Bahn-, Straßenbahn- oder Busstationen. Oder ich steige erst gar nicht in die Öffis ein, weil es zu Fuß ohnehin schneller oder gleich schnell ist (wenn man die Wartezeiten mit einrechnet) und mehr Spaß macht. Dabei habe ich gar keinen Hund. Ich gehe zu Fuß, weil ich mich gerne bewege, weil es mir beim runter kommen hilft, weil ich in Ruhe nachdenken kann und weil Gehen mein Wohlbefinden massiv erhöht. Und ich entdecke neue Ecken von Wien oder sehe Regenbögen, nebelverhangene Bäume und orangen Himmel, die ich sonst gar nicht so bemerkt hätte.

Und ich gebe es zu – seit ich weiß, dass mein iPhone meine Schritte zählt – finde ich es auch immer wieder spannend herauszufinden wie viele Schritte / Kilometer ich tatsächlich gegangen bin. Motivierend finde ich zwar nach wie vor nur das Gehen selbst und nicht den Schrittzähler, dennoch wundere ich mich manchmal wie viele Schritte es an nur einem Tag waren.

Dass regelmäßige Bewegung auch der Gesundheit gut tut und vor einigen Krankheiten schützt, ist kein großes Geheimnis. So sinkt u.a. das Risiko für an Brustkrebs zu erkranken, das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder Osteoporose. Und anstatt ins Fitness-Center zu eilen, kann man den Weg nach Hause oder zur Arbeit auch genau so gut zu Fuß gehen. Allerdings sollte frau sich das mindestens 3 Mal in der Woche einteilen, damit sie einen Effekt erzielt.

Besser wie André Heller kann ich es auch nicht sagen: „Aso a dog gonz ohne geh, des ist ka Dog.“ Probieren Sie es doch einfach selbst aus und erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen.

Maria: Zeit ist das kostbarste Lebensgeschenk

10. August 2017 - Allgemein - Nina Roth

Bei unserer Wanderung auf den Vogelbergsteig Mitte Mai, die ganz im Zeichen der Brustkrebs-Früherkennung stand, haben wir auch die wunderbare Maria kennengelernt. Von sich selbst sagt sie, dass sie eine „gute Zuhörerin, aber oft ein bisschen zu ungeduldig“ ist. Dass sie gut zuhören kann, können auch wir nur bestätigen. Jedoch von Ungeduld haben wir, obwohl es bei unserer doch etwas langatmigen Wanderung mit dem Kamearteam jeden Anlass dazu gegeben hätte, absolut nichts gemerkt. Auf Wunsch des Kameramanns mussten die Damen nämlich Teile des Weges wiederholt gehen und keine – auch Maria nicht – wurde nervös oder ungehalten. Die also aus unserer Sicht gar nicht ungeduldige und liebenswürdige Maria aus unserem „früh erkennen“ Video möchten wir Ihnen heute vorstellen:

Für Maria ist Zeit eines der kostbarsten Lebensgeschenke und daher ist es ihr wichtig, sie sinnvoll zu nutzen und sie bewusst zu verbringen. Im Moment schenkt sie ihre Zeit am liebesten ihren 3 noch kleinen Enkeln und beobachtet die drei Burschen mit großer Freude beim größer werden. Wenn sie gerade nicht Oma ist, liest Maria gerne, liebt das Theater und geht oft in Konzerte. Auch Bewegung steht ganz oben auf ihrer Prioritätenliste: Die Wienerin wandert gerne oder geht ganz einfach spazieren, auch Yoga versucht sie regelmäßig unterzubringen. Und eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen, die auch als Bewegung nicht zu unterschätzen ist, ist Gartenarbeit. In ihrem Garten findet Maria fast immer was zu tun, aber das kennen Sie vermutlich selbst.

Ein wenig überraschend für uns war, dass Maria zwar regelmäßig zum Gynäkologen geht und auch sonst sehr gesundheitsbewusst ist, aber der Mammografie bis dato keinen so hohen Stellenwert eingeräumt hat. Aber das wird sich jetzt nach unserer „früh erkennen“-Wanderung hoffentlich ändern. Denn Maria wusste nicht, dass Frauen gerade in ihrem Alter besonders häufig an Brustkrebs erkranken. Daher ist es im Alter zwischen 50 und 70 Jahren besonders wichtig alle zwei Jahre zur Früherkennungsmammografie zu gehen. Vielleicht ist es uns gelungen, Maria diesbezüglich ein wenig zum Nachdenken anzuregen. Ob sie am Programm teilnimmt und wie oft sie zur Mammografie geht muss sie aber selbst entscheiden.

 

5 Grundregeln für mehr Wohlbefinden

9. August 2017 - Allgemein - Christa Kummer

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich Ihnen verraten, was es mit der Wetterfühligkeit allgemein auf sich hat. Heute möchte ich ein wenig näher darauf eingehen, was Menschen, die von diesem Phänomen betroffen sind, konkret dagegen tun können. Sie werden sehen: Alle Maßnahmen, die gegen Wetterfühligkeit helfen, sind auch klassische Vorsorge-Maßnahmen, die den Körper ganzheitlich dabei unterstützen, gesund zu bleiben.

Im Wesentlichen gibt es 5 Grundregeln, die man beachten sollte:

  1. Machen Sie soviel Bewegung und Fitness wie möglich an der frischen Luft
    Welche Tätigkeiten Sie auch bevorzugen – möglichst oft sollte es sein. Gehen Sie walken, laufen, radeln – allein oder mit Freundinnen, der Familie oder Gleichgesinnten. Wichtig ist vor allem, dass es Ihnen Spaß macht.
  2. Kennen Sie die guten alten Kneipp-Kuren?
    Es ist kein Wunder, dass Wechselbäder, Wassertreten oder Schneegehen nie aus der Mode gekommen sind: Jeder, der diese Methoden schon ausprobiert hat, kennt den wohltuenden Effekt. Bei entsprechender Konstitution kann das Kneippen auch mit regelmäßigen Sauna-Besuchen kombiniert werden. Übrigens: Die Kneipp-Medizin ist nicht als Gegensatz zur klassischen Schulmedizin zu werten – sondern vielmehr als Ergänzung. Probieren Sie doch einfach einmal einen kalten Guss unter der Dusche aus – vielleicht finden Sie an dieser einfachen Maßnahme Gefallen.
  3. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung
    Gesunde Ernährung hat viel mit dem eigenen Wohlbefinden zu tun. Gesund ist nicht nur, was schmeckt. Gesunde Ernährung bedeutet vor allem, auf die unterschiedlichen Jahreszeiten Rücksicht zu nehmen und die Nahrungsmittel auf den eigenen individuellen Organismus abzustimmen. Dieses einfache Ernährungsrezept erscheint angesichts der vielen Allergien und Unverträglichkeiten heute wichtiger denn je. Regional und saisonal einzukaufen ist der erste Schritt dazu.
  4. Trinken Sie ausreichend
    Das ist nur scheinbar eine Binsenweisheit – denn die Notwendigkeit einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme wird immer wieder unterschätzt: Mindestens 2 Liter braucht der Stoffwechsel unseres Körpers täglich, um reibungslos funktionieren zu können. Experten schwören übrigens auf Mineralwasser oder Kräutertee, eventuell aufgebessert mit Melissengeist.
  5. Tun sie Ihrer Seele etwas Gutes
    Das ist vermutlich leichter gesagt als getan. Jeder von uns kennt die Auswirkungen von Stress: Arbeit, Familie, Freizeit – viele Aufgaben wollen heute täglich unter einen Hut gebracht werden. Trotzdem gilt: Wenn Ihnen Ihre Gesundheit am Herzen liegt, vermeiden Sie Situationen, die Ihr Wohlbefinden beeinträchtigen. Nehmen Sie sich Zeit zum Meditieren (CDs gibt es jede Menge im Fachhandel); trainieren Sie ruhiges Atmen (einfache Techniken sind vielerorts erlernbar); horchen Sie in die Stille der Natur hinein und versuchen Sie so oft wie möglich innerlich ruhig zu werden.

Wenn Sie diese 5 Grundregeln beachten, wird sich das ohne Zweifel auf Ihre Gesundheit auswirken. Überlassen Sie nichts dem Zufall und nehmen Sie Ihr Wohlbefinden am besten noch heute selbst in die Hand.

Leben gerettet durch Brustkrebs-Früherkennung

12. Juli 2017 - Gesundheit - Vera Russwurm

Kürzlich erreichte die Koordinierungsstelle des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms folgende Nachricht der 67-jährigen Brigitte Haberleitner: „Durch euren Fernseh-Werbespot , Ich denk dran´ bin ich auf eure Seite im Internet gekommen – und dann ging alles ziemlich schnell… Hätt ich das nicht gesehen, könnt ich euch heute  vermutlich nicht mehr schreiben. Das Früherkennungsprogramm hat mein Leben gerettet!“

Starke Worte, die uns alle berühren. Warum nicht einmal mit dieser Frau reden, die aktiv auf uns zugegangen ist?

Der Empfang ist überaus herzlich und offen. „Ja, selbstverständlich, Vera, Sie können gerne über meine Geschichte in Ihrem Blog schreiben. Wenn wir dadurch wieder ein paar Frauen mehr zur Untersuchung bringen, wäre das großartig!“

Sie selbst ist nie zur Mammografie gegangen und war auch sechzehn Jahre lang nicht beim Gynäkologen. Nicht, weil sie nicht die Zeit dazu gehabt hätte, nicht, weil sie Angst vor einer schlechten Diagnose gehabt hätte. Nein – einfach nur deshalb, weil Brigitte Haberleitner es nicht für nötig empfunden hatte. „Ich hab doch immer so aufgepasst; immer g´schaut
und selbst getastet.“

Dass unmittelbar vor der, letztlich sehr nötigen, Operation nicht einmal der Primar in ihrer Brust das Karzinom ertastet – weil maskiert – ist für die 67-Jährige eine überraschende Erfahrung. Wie so vieles andere, was davor passiert. Aber der Reihe nach…

Nachdem Sie diesen TV-Spot gesehen und sich näher im Internet informiert haben, sind Sie also endlich zur Mammographie?

„Aber nein, Vera! Ich hab ja sogar schon davor, nämlich im März 2014, die Einladung dazu bekommen, hab das aber völlig ignoriert; und bin auch nach diesem TV-Spot dem Ruf nicht gefolgt. ABER: Ich hab meinen Arbeitskolleginnen davon erzählt und die haben gemeint: ,Geh doch hin!` Im April 2014 hab ich also dann tatsächlich um einen Termin angefragt,
im Mai hatte ich einen. Meine erste Mammografie.“

Zugleich Haberleitners erste Konfrontation mit der Krankheit. Denn vom Arzt hört sie: „Da ist was Gröberes“. Was denn eigentlich? Will sie`s nicht wissen? Nein, nachgefragt habe sie nicht, da sie so sicher gewesen wäre, dass da eh nix ist, dass sich der Arzt wohl irren müsse. Nicht einmal der Umstand, dass sie bereits am nächsten Tag einen Termin im AKH
Linz bekommt, irritiert Haberleitner. Auch nicht die Diagnose des dortigen Arztes, dass es in der rechten Brust einen bösartigen Tumor gäbe. Ihre Überzeugung: „Es kann doch nix Schlimmes sein, wenn ich´s selber nicht greif!“

Eine Woche später Biopsie. Endgültige Diagnose: Krebs, Stufe 2. Es muss operiert werden. Diesmal ist sie von der Diagnose erschüttert. „Ja, das hat mich dann doch sehr mitgenommen. Vor allem auch, weil mir das der Arzt so gesagt hat als wär´s eine Grippe. Als wär´s ganz was Normales.“

Am 27. Mai 2014 wird Brigitte Haberleitner Brust-erhaltend operiert. Die Lymphknoten waren frei, daher keine Chemo. Aber 33 Mal Strahlentherapie. Parallel dazu hat sie weiter gearbeitet. Geringfügig angestellt, an zwei Vormittagen. Im Verkauf. „Für mich war das wichtig, weil ich junge Leute um mich hatte. Die haben mir auch sehr viel Mut zugesprochen. Meine Sohn und meine Enkel können damit gar nicht umgehen. Leider auch nicht mein Mann“.

Im März 16 hat Brigitte Haberleitner zu arbeiten aufgehört. Heute hat sie zwei Menschen, mit denen sie wirklich sprechen, sich austauschen kann, wenn`s ihr schlecht geht. Denn die Angst ist noch nicht weg: „Vor jeder Untersuchung kommt sie wieder!“ Aber sie ist glücklich, dass sie sich damals, im April 2014, zur ersten aufgerafft hat. Und sie ist stolz darauf, alle ihre Kolleginnen ebenfalls dazu motiviert zu haben. „35 Frauen genau – sogar meine Chefin!“

„Wenn nix ist, umso besser! Aber wenn was ist, kann´s Leben retten. So wie in meinem Fall!“

Barbara: Vorsorge statt Nachsorge

10. Juli 2017 - Allgemein - Sabine Klein

Barbara ist eine von fünf Frauen, mit denen wir im Mai eine Wanderung in der Wachau gemacht haben. Dieser Ausflug stand ganz im Zeichen der Brustkrebs-Früherkennung: Wir wollten wissen, was Frauen über die Brustkrebs-Früherkennung denken und was sie sonst noch für ihre Gesundheit tun. Mit dabei auf dem Vogelbergsteig war ein Kamerateam, das den gesamten Aufstieg begleitete. Oben angekommen, haben wir die Frauen vor die Kamera gebeten. Das Resultat: Fünf persönliche Interviews rund um die Themen Gesundheit und Lebensphilosophie.

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen Barbara vor. Dass sie lässig und bodenständig ist, sieht man gleich auf den ersten Blick: Flotter Kurzhaarschnitt, rote Brille und eine Art, die vermuten lässt, dass sie anpacken kann. Als Kauffrau muss sie das bestimmt auch, denn so ein Lebensmittelgeschäft, wie sie es hat, führt sich nicht von selbst. Dass sie zwei fast schon erwachsene Kinder hat, überrascht angesichts ihres jugendlichen Charmes. Wie sie das macht, wollen wir bei einem ausgedehnten Mittagessen von ihr wissen. Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: „Ich schau auf mich, meine Gesundheit und die Umwelt.“ Sie erzählt uns, dass sie als Ausgleich zum stressigen Berufsalltag gern häkelt, dass sie viel wandert und überhaupt gerne reist – „am liebsten an die Nordsee, und der Umwelt zuliebe immer mit dem Zug“.

Was ihr beim Einkaufen wichtig ist? „Regional und bio“, gesteht sie ohne Umschweife. Wir nicken bestätigend. Auch ihre Vorliebe für Fisch und Gemüse findet unsere Zustimmung. Auf sich und gleichzeitig auf die Umwelt zu schauen, das lässt sich ohne Zweifel unter einen Hut bringen. Deshalb versucht sie, Plastik so gut wie möglich zu vermeiden und dass sie ein Elektroauto fährt, ist praktisch Ehrensache: „Das möchte ich nicht mehr missen. Für mich ist Umweltschutz ein ehrliches Anliegen und kein Lippenbekenntnis.“

Zum Abschluss fragen wir sie noch, was für sie das Wichtigste in ihrem Leben ist. Da muss sie nicht lange überlegen: „Das ist ohne Zweifel meine Familie. Zu Hause finde ich den nötigen Ausgleich zum Beruf. Das war für mich auch schon wichtig als ich noch nicht Kauffrau war sondern noch in einem radiologischen Institut gearbeitet habe. Die Arbeit damals war sehr belastend für mich und wäre es früher oder später auch für meine Familie geworden. Deshalb habe ich mich für einen Jobwechsel entschieden und es bis heute nicht bereut.“

Mit Barbara haben wir eine Frau kennengelernt, die auf sich schaut, ohne egoistisch zu sein; und eine Frau, die lässig und bodenständig ist – und trotzdem nicht hemdsärmelig mit ihrer Gesundheit umgeht.

 

Foto: Benjamin Zika

Wetterfühligkeit – ganz bestimmt keine Einbildung

3. Juli 2017 - Allgemein - Christa Kummer

Das Phänomen der Wetterfühligkeit ist ein altbekanntes Rätsel. Im medizinischen Sinn keine Krankheit – dennoch reagiert bei fast jeder dritten Person in Österreich das vegetative Nervensystem höchst sensibel. In der Literatur taucht sie bereits seit Jahrtausenden – beispielsweise in Babylonien – auf, aber in einem fachmedizinischen Lexikon ist sie nicht zu finden.

Statistisch betrachtet äußern sich Frauen über die Einflüsse des Wetters häufiger als Männer. Die am häufigsten registrierten Symptome sind Kopfschmerzen, Migräne, Gelenkschmerzen, Erschöpfung und Müdigkeit. Wenn Sie sich nun in irgendeiner Form angesprochen fühlen – na dann willkommen im Klub! Sie teilen ihre Beschwerden mit weit mehr als einem Drittel der Mitteleuropäer.

Gerade in Deutschland, der Schweiz und in Österreich hat sich die wissenschaftliche Arbeit auf diesem Gebiet stark entwickelt – alles kein Zufall. Denn genau in diesen Ländern begünstigt die Landesnatur häufige und heftige Wetterwechsel. Alle Untersuchungen stellen jedenfalls eines klar: Wer unter dem Wetter leidet, ist kein Simulant. Allerdings gilt auch: Nicht das Wetter selbst macht krank, sondern es ist ein Auslöser, ein Verstärker von Befindlichkeiten und Beschwerden, die in unserem Organismus vorhanden sind!

Die Fachwelt stuft die Betroffenen je nach Beschwerdegrad in Wetterreagierende, Wetterfühlige und Wetterempfindliche ein:

  • Wetterreagierende: Bei diesen Personen kommt es zu klimabedingten Veränderungen des Blutdrucks oder der Hormonproduktion, es treten jedoch keine Erkrankungen auf.
  • Wetterfühlige: nehmen die Wetterreize physisch wahr und reagieren körperlich mit Beschwerden, die das Wohlbefinden senken. Kopfschmerzen, Müdigkeit, Lustlosigkeit und Reizbarkeit sind hier eindeutige Kennzeichen.
  • Wetterempfindliche: sind Personen, die bereits an Krankheiten wie Rheuma, Asthma oder Herzrasen leiden. Diese Beschwerden können durch den Wetterreiz verstärkt oder sogar ausgelöst werden.

Sie sehen: Die Bandbreite der Wetterfühligkeit ist groß. Mein Tipp: Achten Sie auf Ihren Körper und geben Sie ihm die Ruhe, die er braucht. Das kann den Stresspegel in Ihrem Leben erheblich reduzieren helfen und hält Sie auf Dauer länger gesund.

Viele Forschungsergebnisse deuten übrigens darauf hin, dass wir unsere Wetterfühligkeit durch eine zunehmende Entfernung von „natürlichen Rhythmen“ selbst verursacht haben. Städter sind häufiger betroffen als Menschen, die am Land mit der Natur und der frischen Luft leben. Aber es gibt einfache Rezepte, die das vegetative Nervensystem wieder stärken. Welche das sind und was das mit Vorsorge zu tun hat, verrate ich Ihnen in meinem nächsten Blog-Beitrag.

 

 

Foto: Shutterstock

 

Martha: Gesundheitsvorsorge mit Baumkraxeln, Purzelbäumen und Trampolin

28. Juni 2017 - Allgemein - Sabine Klein

Von unserer Wanderung in der malerischen Wachau haben wir Ihnen schon in einem unserer letzten Blog-Beiträge berichtet: Wir haben uns mit fünf Frauen von Dürnstein aus über den Vogelbergsteig auf den Weg zur Fesslhütte gemacht, um ganz persönlich mit ihnen ins Gespräch zu kommen: Was tun sie konkret, um sich fit zu halten? Denken sie regelmäßig an die Gesundheitsvorsorge? Was ist ihnen noch wichtig im Leben? Dabei herausgekommen ist eine kurze Video-Serie. In diesem Blog-Beitrag möchte ich Ihnen Martha aus dem ersten Video vorstellen.

Mit 40 Jahren erkrankte sie an Krebs – heute steht sie mitten im Leben. Sie hat zwei Söhne, die, wie sie sagt, „unterschiedlicher nicht sein könnten“, und zwei Enkelkinder, die sie regelmäßig um sich hat: ein 17-jähriges Mädchen und ein fünfjähriger energiegeladener Bub, der sie rundum fordert. „Mit ihm mache ich alles, wodurch ich beweglich bleibe: Baumkraxeln, Purzelbäume oder Trampolinspringen“, schwärmt die sympathische Frau mit einem strahlenden Lachen, für die Sport und Bewegung ein „selbstverständlicher Motor“ sind.

Eine wichtige Rolle spielt auch ihr langjähriger Lebenspartner, der dafür sorgt, dass sie sich noch immer begehrt und geliebt fühlt. Vor fast 40 Jahren hat sie die Malerei für sich entdeckt – eine Beschäftigung, für die sie einerseits Freiraum benötigt. Andererseits haben sich dadurch wichtige Freundschaften mit Gleichgesinnten entwickelt. Überhaupt ist ihr Gesellschaft wichtig: Mit Freunden geht sie gern zum Heurigen oder in Ausstellungen. Manchmal trifft man sich auch ganz unkompliziert in Marthas Garten. Gesprächsthemen gibt es genug: Neben der Kunst interessiert sie sich für Geschichte, im Besonderen für Archäologie und den Alltag von Frauen in früheren Jahrhunderten. Mit großem Interesse verfolgt sie auch das aktuelle Zeitgeschen.

Was ihr neben ihrer Gesundheit und einem erfüllten Privatleben noch wichtig ist? „Dass unsere medizinische Versorgung auf einem guten, leistbaren Level für alle bleibt. Wichtig ist mir auch eine intakte Umwelt – mir liegt viel daran, dass sie unseren Kindern noch lange erhalten bleibt.“ Ihre beste Freundin beschreibt sie übrigens als spontan, ehrlich, begeisterungsfähig und unternehmungslustig. Und als ich nachfrage, ergänzt Martha mit einem Augenzwinkern: „Ja, und ein wenig unpünktlich bin auch. Und, wenn ich hungrig bin und nicht rasch etwas zu Essen bekomme, dann kann ich schwierig werden.“ An dieser Stelle freue ich mich still und heimlich, dass wir dieses Gespräch beim Essen führen.

Zuletzt fragt Martha mich, wie ich sie beschreiben würde. Das fällt mir leicht: Vor mir sitzt eine herzliche und offene Frau, die trotz (oder aufgrund?) ihrer Vielseitigkeit gelernt hat, ein ausgeglichenes Leben zu führen.

 

Hitzeflucht auf dem 3-Seen-Rundwanderweg

20. Juni 2017 - Bewegung - Nina Roth

Steiererinnen und Kärntnerinnen, die an diesem Wochenende vor der Hitze flüchten wollen, könnten den 3-Seen-Rundwanderweg auf 1.800 Meter Seehöhe in den Nockbergen ausprobieren. Die 3 Seen Turracher See, Grünsee und Schwarzsee liegen auf einem Hochplataeu, weshalb die Wanderung familienfreundlich und mit ca. 2 Stunden 30 min Wegzeit auch im Sommer gut machbar ist.

Ausgangspunkt ist die Turracher Höhe: Zunächst wandert man am Ufer des Turracher Sees entlang, durch Zirbenwälder führt der Weg weiter zum Grünsee. Auf einer Hörinsel und einer Plattform über dem See, kann man sich noch besser auf die wunderschöne Landschaft und Natur einlassen. Weiter geht es über die Karlhütte über die Baumgrenze hinaus bis zum Schwarzsee. Bermerkenswert ist, dass alle 3 Seen durch ihre unterschiedliche Farbe tatsächlich ganz anders wirken. Beim Schwarzsee angekommen, unbedingt die schöne Aussicht auf den Eisenhut genießen und dann wieder zurück auf dem Rundweg über Stege und ein interessantes Hochmoor zum Turracher See.

Die Müden und vor allem Mutigen können sich mit dem Eintauchen der Füße – oder wenigstens der kleinen Zehe – in den Turracher See erfrischen

Da die Sonneneinstrahlung am Berg nicht unterschätzt werden darf, ist eine Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 50 sowie eine leichte Kopfbedeckung empfehlenswert. Als Jause packen Sie am besten viel frisches Obst wie Melonen oder Beeren und Gemüse wie Tomaten, Paprika oder Gurken sowie Nüsse für die schnelle Energiezufuhr ein. Nicht vergessen: Unbedingt genug Wasser trinken.

 

Erdbeeren mal anders: Erdbeer-Risotto

14. Juni 2017 - Allgemein - Nina Roth

Erst kürzlich bin ich wieder auf ein Rezept gestoßen, das ich beinahe schon vergessen hatte: Erdbeer-Risotto – endlich ein pikantes Rezept mit Erdbeeren, das die Früchte neu zur Geltung bringt. Und da wir von „früh erkennen“ uns vorgenommen haben, Ihnen auch immer wieder köstliche, gesunde Rezept-Tipps zu geben, möchte ich Ihnen diesen keinesfalls vorenthalten.

Vielleicht  fragen Sie sich jetzt, was Ernährung mit Brustkrebs oder Früherkennung zu tun hat. Eine gesunde Ernährung oder das Essen von bestimmten Lebensmitteln kann Brustkrebs leider nicht verhindern. Studien haben aber gezeigt, dass sowohl regelmäßige Bewegung wie auch eine gesunde Ernährung die Wahrscheinlichkeit an (Brust-)Krebs zu erkranken senken können. Mehr dazu können Sie in Kürze auf diesem Blog lesen.

Nun noch ein paar Worte zu den Erdbeeren. Diese Früchte können nämlich mehr als man ihnen zutraut: Sie enthalten z.B. viel Vitamit C – mit nur 100 g Erdbeeren deckt ein Erwachsener 2/3 der Vitamin C Tagesmenge. Zudem enthalten die Beeren, die botanisch eingentlich als „Sammelnussfrucht“ bezeichnet werden, noch viel Folsäure, Magnesium, Kalium, Kalzium und auch Eisen. Mehr dazu hier: https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/juni/erdbeeren

Rezept Erdbeer-Risotto

  • 250 g Risotto Reis
  • 500 g Erdbeeren
  • frische Minze, wenn frau das mag
  • 1 Bio Zitrone, die Schale sollte verwendbar sein
  • 1 Schalotte
  • Olivenöl
  • Weißwein zum Ablöschen
  • 650 ml. Gemüsebrühe
  • Parmesan
  • rosa Pfefferbeeren

Zubereitung: Die Erdbeeren waschen und putzen. Ca. die Hälfte in sehr kleine Stücke schneiden. Die andere Hälfte in etwas größere Stücke (1-2 cm) schneiden. Die Schale der Zitrone abreiben und die Zitrone aufgeschnitten bereitlegen. Wer Minze verwendet, schneidet die Minze klein. Die Schalotte schälen und in feine Streifen schneiden.

In einem Topf das Öl erhitzen. Die Schalotte hinzugeben und kurz andünsten. Den Reis dazugeben und ebenfalls glasig dünsten. Mit Weißwein ablöschen. Nun nach und nach die Gemüsebrühe dazugeben, dabei immer wieder rühren. Wenn der Reis außen schon weicher, aber innen noch kernig ist, die sehr kleinen Erdbeerstücke in den Topf geben.

Die restliche Brühe verbrauchen, dann die Zitrone über dem Reis ausdrücken. Nun die restlichen Erdbeeren, die Minze und die Zitronenschale dazugeben und unterrühren. Gericht zugdeckt ca. 1 Minute ziehen lassen. Nach Belieben Parmesan zum Reis geben und unterrühren.

Den Reis auf Tellern anrichten und einige Pfefferbeeren darüber streuen.

 

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