Besondere Wanderung auf den Vogelbergsteig

18. Mai 2017 - Bewegung - Nina Roth

Wir sind gewandert – aus einem ganz besonderen Anlass: Wir haben 5 Frauen dazu eingeladen mit uns den Vogelbergsteig bei Dürnstein hinauf zu wandern und mit uns über das Thema „Brustkrebs-Früherkennung“ zu plaudern, darüber was das Thema für Sie ganz persönlich bedeutet. Und das hat uns nicht nur großen Spaß gemacht, sondern wir haben auch ein paar sehr persönliche und schöne Geschichten gehört, die uns beeindruckt haben. Ein paar dieser Geschichten haben wir festgehalten – in Kürze sind die Videos hier oder auf unserer Facebook-Seite zu sehen: https://www.facebook.com/frueherkennen.oesterreich/

Das Foto zeigt die wunderschöne Stimmung auf „der Kanzel“ – sogar ein Regenbogen hat sich uns gezeigt.

Hier eine Beschreibung von der kurzen, aber dennoch schweißtreibenden Wanderung über den Vogelbergsteig, die wir Ihnen jedenfalls wärmsten empfehlen möchten.

Schon lange haben wir keine so stimmungsvolle, fast schon kitschige Wanderung gemacht. Von Dürnstein steigt man hinauf auf den Rücken der linken Seite des Talgrabens an einigen Stellen kann man – aber nur für Höhenmutige – einen Blick über die Kante der Granitwand hinunter auf die wunderschöne Donau erhaschen. Der Steig windet sich weiter hinauf durch lichten Eichenwald mit kleinen Blumenwiesen bis zum Vogelberg. Zwischendurch wird man immer wieder mit wunderschönen Ausblicken auf die Donau und auf Dürnstein belohnt. Am Ende verlässt der Weg kurz den Wald und man geht über eine Granitplatte – an 2 ausgesetzten Stellen gibt es Drahtseile zum Festhalten. Aber keine Sorge, gerade an diesen Stellen ist der Weg in bestem Zustand und es kam – zumindest bei uns – kein Gefühl der Unsicherheit auf. Weiter oben geht es wieder durch den Wald bis zur Fesslhütte der Familie Riesenhuber mit einem ausgesprochen einladenden Gastgarten, wo frau sich unbedingt niederlassen und die gute Luft genießen sollte.

 

Screening im Fokus

20. April 2017 - Allgemein - Nina Roth

Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm läuft erfolgreich seit 2014. Frauen in ganz Österreich profitieren von einem Brustkrebs-Früherkennungsprogramm mit hohen Qualitätsstandards. Dennoch taucht immer wieder die Frage nach dem Nutzen von Screening-Programmen auf.

Im Rahmen von so genannten Screenings werden klar definierten Bevölkerungsgruppen (definiert über Geschlecht, Alter etc.) bestimmte Untersuchungen angeboten, um Krankheiten wie etwa Darm-, Brust- oder Prostatakrebs frühzeitig zu diagnostizieren. Ziel und Herausforderung dabei ist, die berühmte Nadel im Heuhaufen zu finden.

Seit 2014 wird in Österreich ein nationales, qualitätsgesichertes Programm zur Früherkennung von Brustkrebs mit niederschwelligem Zugang (automatische Freischaltung der e-card) umgesetzt. Das klare Ziel ist die Brustkrebs-Mortalitätsrate zu senken. In vielen europäischen Ländern, in denen es solche Programme schon länger gibt, ist dies gelungen. Dennoch melden sich knapp drei Jahre nach dem Programmstart immer wieder Kritiker zu Wort.

Das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm ist bislang das einzige Screening-Programm in Österreich. Ohne Zweifel jedoch zählt es zu den besten Europas: Die Altersgruppe, die am Früherkennungsprogramm teilnehmen kann, ist so weit gefasst wie in keinem anderen europäischen Land. Zusätzlich bietet das österreichische Programm ergänzend zur Mammografie die Möglichkeit einer Ultraschall-Untersuchung, um Brustkrebs möglichst früh zu erkennen.

Qualitätssicherung

Der zentrale Vorteil liegt in den hohen Qualitätsstandards, die das Programm vorschreibt. Die technischen Parameter an den einzelnen radiologischen Standorten werden wöchentlich geprüft. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchlaufen regelmäßige Schulungen, die Befundung erfolgt immer von zwei Radiologinnen bzw. Radiologen im 4-Augen-Prinzip. Durch die Qualitätssicherung ist garantiert, dass die betroffen Frauen an jedem Standort in ganz Österreich die gleichen Voraussetzungen vorfinden.

Niederschwelliger Zugang

Der Zugang zum Programm wurde bewusst niederschwellig gewählt: Die e-cards von Frauen zwischen 45 und 69 Jahren sind automatisch alle zwei Jahre freigeschaltet, weil diese Altersgruppe laut internationalen Studien am meisten vom Programm profitiert. Frauen zwischen 40 und 44 sowie ab 70 Jahren können sich freiwillig zum Programm anmelden, wenn sie das wünschen. Der unbürokratische Zugang ermöglicht, dass auch Frauen, die keine Vertrauensärztin bzw. keinen Vertrauensarzt haben, regelmäßig zur Früherkennung gehen. Der Erinnerungsbrief, der alle zwei Jahre verschickt wird, dient nur als Gedächtnisstütze, zur Terminvereinbarung bzw. zur Untersuchung selbst wird er nicht benötigt.

Bei Beschwerden

Es geht beim Brustkrebs-Screening um die Untersuchung von Frauen, die keine Symptome einer Brustkrebserkrankung aufweisen. Frauen mit Beschwerden bzw. einem erhöhten familiären Risiko und Frauen, die aufgrund einer Krebserkrankung in der Nachsorge sind, werden außerhalb des Programms, beispielsweise in Brustzentren, individuell betreut.

Nutzen und Risiken

Das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm wurde gemeinsam von Bund, Ländern, Sozialversicherung und der Österreichischen Ärztekammer entwickelt und basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Letztendlich geht es um eine Abwägung von Nutzen und Risiken. Denn Früherkennung kann die Entstehung von Brustkrebs nicht verhindern. Die Mammografie ist die derzeit wirkungsvollste Methode der Früherkennung von Brustkrebs und gleichzeitig eine radiologische Untersuchung. Durch die strengen Qualitätsvorgaben des österreichweiten Screening-Programms wird die Belastung so gering wie möglich gehalten.

In die Gänge kommen über dem Attersee

31. März 2017 - Bewegung - Sabine Klein

Der Winterschlaf hat ein Ende – jetzt heißt es raus an die frische Luft, Beine vertreten und Panorama genießen: Diesmal haben wir für Sie eine kurze berfex-Wanderung über dem malerischen Attersee ausgesucht. Alle, die sich uns anschließen, bringen dadurch nicht nur ihren Kreislauf in Schwung, sondern tun allgemein etwas für ihre Gesundheit, denn regelmäßige Bewegung hilft das Brustkrebsrisiko zu senken.

Ausgangspunkt ist die Kirche in Abtsdorf. Über einen Forstweg geht’s direkt in den Wald, danach über Wiesen und Felder nach Aufham und später wieder zurück nach Abtsdorf. Ab März ist dieser Weg eine beliebte Route, leicht zu bewältigen mit der gesamten Familie, der höchste Punkt liegt auf 550 m. Es ist eine abwechslungsreiche Wanderung mit einem Kinderspielplatz, Forst- und Güterwegen, moosigen Waldwegen und – das darf natürlich auch nicht fehlen – der einen oder anderen Gelegenheit zur Einkehr. Denken Sie auch an den einen oder anderen Snack zwischendurch für den Energiehaushalt: Ein paar Nüsse und ein Apfel bringen Sie wieder so richtig in Schwung!

Alle Details zu diesem malerischen Rundweg mit Ausblick über dem Attersee finden Sie hier – so wie eine Vielzahl anderer Wanderungen in ganz Österreich.

 

Dieser Bewegungstipp entstand in Kooperation mit bergfex.at.

 

 

Brustkrebs-Früherkennung versus Brustkrebsvorsorge

24. März 2017 - Gesundheit - Nina Roth

„Die Brustkrebs-Früherkennung in Österreich wird alle 2 Jahre für Frauen ab 40 angeboten. Wir sprechen von Brustkrebs-Früherkennung und nicht von -Vorsorge, weil durch die Früherkennungsmammografie alle 2 Jahre Brustkrebs nicht verhindert, sehr wohl aber früh erkannt werden kann“, erklärt Dr.in Marianne Bernhart, die programmverantwortliche Medizinerin des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms. „Früherkennung ist das eine, Vorbeugung das andere. Natürlich kann und soll jede Frau auch vorsorgen, indem sie auf sich und ihren Körper achtet, sich regelmäßig bewegt und sich gesund ernährt.“ Doch inwiefern können Bewegung und Ernährung vor Brustkrebs schützen? Wie oft und wie viel soll man sich bewegen und gibt es Empfehlungen für bestimmte Lebensmittel, um sein persönliches Brustkrebs-Risiko zu senken?

Schützen Ernährung und Bewegung vor Brustkrebs?

Diese Frage kann wie so oft, wenn man sich klare Richtlinien wünscht, nicht eindeutig beantwortet werden: Sicher scheint zu sein, dass Bewegungsmangel und Übergewicht einen ungünstigen Einfluss auf das Brustkrebs-Risiko haben, was damit zusammenhängt, dass beide Faktoren den Energiehaushalt beeinflussen. Dies bedeutet im Umkehrschluss allerdings nur zum Teil, dass regelmäßige Bewegung und die richtige Ernährung dazu beitragen, das persönliche Brustkrebs-Risiko zu senken.

Bewegung: Sport oder Bewegung im Alltag einbauen?

Immer mehr Studien zeigen, dass regelmäßige Bewegung besonders in den Wechseljahren einen schützenden Effekt auf die Entstehung von Brustkrebs hat. Fachleute empfehlen keine konkreten Sportarten zur Krebsvorbeugung. Auch gehen die Meinungen darüber auseinander, wieviel Bewegung zur Brustkrebs-Vorbeugung notwendig ist. So empfiehlt die WHO mindestens zweieinhalb Stunden gemäßigte oder etwas mehr als eine Stunde anstrengender körperlicher Aktivität pro Woche. Im Europäischen Kodex gegen Krebs von 2014 raten Fachleute zu mindestens 150 Minuten moderater Bewegung oder 75 Minuten anstrengendem Sport pro Woche. Im aktuellen Bericht des „World Cancer Research Funds“ (WCRF) gehen Fachleute von mindestens einer halben Stunde gemäßigter Aktivität jeden Tag aus. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel zügiges Gehen. Dieses Training sollte man langsam auf 60 Minuten moderate oder 30 Minuten anstrengende Aktivität pro Tag steigern.

Welche Formen der Bewegung besonders geeignet sind, um Krebs vorzubeugen, müssen Krebsforscher jedoch noch herausfinden. Die aktuellen Empfehlungen machen keinen Unterschied zwischen Sport im engeren Sinn und Bewegung im Alltag. Dass Sport oft im Vordergrund der wissenschaftlichen Diskussion steht, hat einen einfachen Grund: Training unter wissenschaftlichen Bedingungen ist leichter zu erfassen als Aktivität im Beruf, beim Einkaufen, bei Hausarbeit oder anderen alltäglichen Tätigkeiten.

Ernährung und Brustkrebs

Der Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Risiko an Brustkrebs zu erkranken scheint hingegen weniger eindeutig belegt zu sein. Klar ist, dass nicht nur WAS man isst eine Rolle spielt, sondern vor allem das „WIE VIEL“. Denn wie beim Thema Bewegung geht es auch beim Thema Ernährung um die Energiebilanz und letztendlich um das Körpergewicht. Folgende Empfehlungen zur Krebsvorbeugung stammen aus dem Europäischen Kodex gegen Krebs von 2014 und betreffen auch Brustkrebs:

  • Empfehlenswert ist eine Ernährung reich an Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst. Energiedichte Lebensmittel, zuckerhaltige Getränke, rotes Fleisch und salzhaltige Speisen sollten Sie nur in Maßen zu sich nehmen – und auf gepökeltes Fleisch möglichst ganz verzichten. (Regel 5)
  • Wenn Sie Alkohol trinken – ob Bier, Wein oder Spirituosen – dann begrenzen Sie den Konsum. Keinen Alkohol zu trinken, ist am besten um Krebs vorzubeugen.

Keine dieser Maßnahmen bietet natürlich 100-prozentigen Schutz vor Brustkrebs, aber sie tragen dazu bei, das Risiko zu senken.

Gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung senken zudem ganz nebenbei noch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und steigern das Wohlbefinden wesentlich. Dies ist vielleicht die einzig wahre Motivation für jene, die Wert auf regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung legen.

 

Foto: Natascha Unkart

Begrüßen Sie den Frühling mit Bewegung an der frischen Luft

17. März 2017 - Bewegung - Sabine Klein

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche …“, würde Johann Wolfgang Goethe sagen. Wir sagen: Der Frühling ist da!
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Wie es AUCH sein kann: undramatisch, unspektakulär… geheilt!

11. März 2017 - Allgemein - Vera Russwurm

Die Krankheits-Geschichte der heute 48-jährigen Unternehmerin, Lektorin und dreifachen Mutter Mag. Sibylle Hamtil-Sillaber halte ich für ein großartiges Beispiel dafür, wie man dem Brustkrebs eins auswischen kann, wenn man ihm gleich im Anfangsstadium zeigt, dass er im eigenen Körper nix verloren hat. Dazu gehört aber Wachsamkeit, Zeit für die entsprechenden Untersuchungen und die Abgrenzung zu jenen Menschen, die einem nicht guttun.
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Herzlich willkommen auf dem „früh erkennen“-Blog!

7. März 2017 - Allgemein - Sabine Klein

Früherkennung und Vorsorge bilden im Kampf gegen Brustkrebs eine wichtige Einheit. Auf diesem Blog erfahren Sie alles rund um das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm: Warum es gestartet wurde. Was es bringt. Und was Sie zusätzlich für Ihre Gesundheit tun können.
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