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INFOS ZUR BRUSTKREBS-FRÜHERKENNUNG

Für Ärztinnen und Ärzte

FRÜH ERKENNEN – RISIKO SENKEN

Wissenswertes für Ärztinnen und Ärzte

Befunder:innen Liste

Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Sozialversicherung und Österreichischer Ärztekammer. Es bietet seit 2014 Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchungen bei rund 180 zertifizierten Radiologiestandorten in ganz Österreich. Alle Untersuchungen sind qualitätsgesichert, werden dokumentiert und evaluiert.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen über das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm, die für Sie als Ärztin oder Arzt wichtig sind.

Kontaktdaten

Wien

Kerstin Schütze, MBA
kerstin.schuetze@oegk.at
Tel.: +43 5 0766-112574

 

Vertetung:
Susanne Celler
susanne.celler@oegk.at
Tel.: +43 5 0766-112943

Burgenland

Ing.in Michaela Strobel
michaela.strobel@oegk.at
Tel.: +43 5 0766-131711

Kärnten

Mag.a Sonja Spitaler
sonja.spitaler@oegk.at
Tel.: +43 5 0766-162311

 

Vertetung:
Mag.a Sabrina Suppan
sabrina.suppan@oegk.at
Tel.: +43 5 0766-162317

Niederösterreich

Bernadette Höhrhan, BA
bernadette.hoehrhan@oegk.at
Tel.: +43 5 0766-123106

Oberösterreich

Dr.in Annamaria Gabani-Berghammer
annamaria.gabanyi-berghammer@oegk.at
Tel.: +43 5 0766 14102075

Salzburg

Mag. Christopher Gfrerer
christopher.gfrerer@oegk.at
Tel.: +43 5 0766-171047

Steiermark

Mag.a Sonja Pertl
sonja.pertl@oegk.at
Tel.: +43 5 0766-151895

 

Vertetung:
Julia Sammer, BA, MSc
julia.sammer@oegk.at
Tel.: +43 5 0766-155061

Tirol

Mag.a Gunda Maria Nestler
gunda-maria.nestler@oegk.at
Tel.: +43 5 0766-181683

 

Vertretung:
Noelle Schwichtenberg
noelle.schwichtenberg@oegk.at
Tel.: +43 5 0766-181609

Vorarlberg

Mag.a (FH) Marcella Vonblon
marcella.vonblon@oegk.at
Tel.: +43 5 0766-19 16 42

Zielgruppen

Früherkennung für Frauen ab 40, alle 2 Jahre.

Frauen ab 40 Jahren können im Rahmen dieses Programms alle 2 Jahre kostenlos zur Früherkennungs-Mammografie gehen. Österreich hat im europaweiten Vergleich die Zielgruppe für das Screening am weitesten gefasst.

 

Die Mammografie als systematische Früherkennungs-Untersuchung für Frauen wird weltweit von keiner medizinischen Fachgesellschaft empfohlen.

 

Das Mamma-Screening richtet sich an gesunde Frauen, die keine Beschwerden und kein familiär erhöhtes Risiko für eine Brustkrebserkrankung haben.

Gratis Mammografie für Frauen von 45 bis 74.

Frauen im Alter von 45 bis 74 Jahren können alle 2 Jahre mit ihrer e-card, die automatisch für die Untersuchung freigeschaltet ist, zur Früherkennungs-Mammografie bei einem teilnehmenden radiologischen Standort gehen.

 

Alle Frauen dieser Altersgruppe erhalten alle 2 Jahre einen automatisierten Erinnerungsbrief zur Information und Erinnerung.

Erweiterte Früherkennung: Einfache Anmeldung für kostenlose Mammografie.

Frauen im Alter von 40 bis 44 Jahren (erweiterte Zielgruppe) melden sich einmalig bei der Telefon-Serviceline 0800 500 181 (Mo–Fr 08:00–18:00 Uhr) oder online zum Programm an, wenn sie daran teilnehmen möchten. Danach wird auch ihre e-card alle 2 Jahre für die Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs freigeschaltet und die Frauen erhalten einen Erinnerungsbrief. Ruft eine Frau bei der Telefon-Serviceline an, wird ihre e-card noch während des Anrufs freigeschaltet. Bei Online-Anmeldung kann die Freischaltung der e-card bis zu 48 Stunden dauern.

 

Für die Untersuchung selbst genügt die freigeschaltete e-card. Vertrauensärztinnen oder Vertrauensärzte können zusätzlich ein Zuweisungsformular mit Standardvermerk verwenden, wodurch automatisch die Befundübermittlung geregelt wird. Die Durchführung der Früherkennungs-Untersuchung ist an den entsprechenden BKFP Leistungsanspruch gebunden. Das Erinnerungsschreiben muss nicht zur Untersuchung mitgenommen werden.

einmalige Anmeldung
Die Mammografie-Strahlenbelastung.

Die Mammografie ist eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen. Die Belastung durch die Strahlung wird dabei so klein wie möglich gehalten. Trotzdem kann die Strahlung bei regelmäßigen Untersuchungen über viele Jahre in seltenen Fällen Brustkrebs auslösen.

Erinnerung

Ihr persönlicher Erinnerungsbrief.

Zur Erinnerung und Information bekommen die Frauen bei unauffälligem Befund alle 2 Jahre nach der letzten Mammografie einen persönlichen Erinnerungsbrief per Post.

Erinnerungsbrief downloaden
Erinnerungsbrief Early Recall.

Frauen, denen die Radiologin oder der Radiologe eine Kontrolluntersuchung bereits 6 bzw. 12 Monate nach der Früherkennungs-Mammografie empfiehlt (Early Recall), erhalten einen eigenen Erinnerungsbrief für diese Kontrolluntersuchung. Bitte beachten Sie: Bei einem Early Recall nach einer diagnostischen Mammografie erfolgt die nächste Mammografie wie bisher auf ärztliche Zuweisung.

Kontrollbrief downloaden

Befund

Befundübermittlung an Sie

Frauen können den Befund entweder beim radiologischen Standort abholen oder sie bekommen ihn per Post zugeschickt. Durch die Doppelbefundung kann die Befunderstellung ein paar Tage dauern, der Befundversand bzw. die Bereitstellung des Befundes hat jedoch spätestens 7 Werktage nach der Untersuchung zu erfolgen.

Befundübermittlung an die Vertrauensärztin und Vertrauensarzt

Vertrauensärztinnen und Vertrauensarzt können ein Zuweisungsformular mit Standardvermerk verwenden, wodurch automatisch die Befundübermittlung geregelt wird. Sofern kein Zuweisungsformular verwendet wird, ist vertraglich festgelegt, dass die Radiologinnen und Radiologen von der Patientinnen angegebene Vertrauensärztinnen und angegebenen Vertrauensärzte schriftlich über die Durchführung einer Früherkennungs-Mammografie zu informieren hat.

 

Aus dem Programm ergibt sich keine Verpflichtung der Vertrauensärztin oder des Vertrauensarztes, den Befund anzufordern bzw. findet auch keine automatische Befundübermittlung statt.

 

Die Befundübermittlung nach Anforderung durch die Vertrauensärztin oder den Vertrauensarzt und mit Zustimmung der Patientin ist allerdings eine vertragliche Pflicht, der seitens der Radiologin oder des Radiologen nachzukommen ist.

Diagnostische Mammografie auf Zuweisung

Facts zur Früherkennung.

Die Früherkennungs-Mammografie im Rahmen des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms richtet sich als Screeninguntersuchung an gesunde Frauen ab 40 Jahren ohne Beschwerden und ohne familiär erhöhtes Risiko für eine Brustkrebserkrankung.

Die diagnostische Mammografie erfolgt unabhängig vom Alter bei medizinischer Notwendigkeit auf ärztliche Zuweisung. Sie erfolgt bei Frauen mit Beschwerden, einer Brustkrebserkrankung oder während der Nachsorge nach einer Brustkrebserkrankung (siehe Leitlinie der Österreichischen Gesellschaft für Senologie zur Nachsorge nach Mammakarzinom) und bei Frauen mit erhöhtem familiärem Risiko.

Die Liste der Indikationen.

Die Zuweisung der zu einer diagnostischen Mammografie erfolgt anhand der von Österreichischer Ärztekammer (unter Einbindung der Bundesfachgruppe Radiologie, Bundesfachgruppe Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Bundessektion Ärzte für Allgemeinmedizin und approbierte Ärzte) und dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger gemeinsam erstellten Indikationenliste.

Indikation „Sonstige medizinische Indikation“.

Im Einzelfall sind alle medizinisch notwendigen Indikationen, die nicht als eigene Kategorie in der Indikationenliste angeführt sind, unter der Kategorie „Sonstige medizinische Indikation“ zuzuweisen. Die Zuweiserin oder der Zuweiser vermerkt neben der Indikation auch eine entsprechende Begründung.

 

Diese Zuweisungen werden von der Österreichischen Ärztekammer und dem Dachverband der Sozialversicherungsträger beobachtet und evaluiert. Die Zuweisungen mit den Begründungen werden zu diesem Zweck von den radiologischen Standorten in Kopie an die Regionalstelle im Bundesland übermittelt.

Mammografien bei Männern auf Zuweisung.

Die Mammografie bei Männern ist in jedem Fall außerhalb des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms möglich und wird bei Auftreten von Symptomen, wie z.B. einseitiger Vergrößerung der Brust oder tastbarem Knoten auf ärztliche Zuweisung durchgeführt. Die Indikationenliste des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms kommt hier nicht zur Anwendung, da dieses Programm nur für Frauen gilt.

Informationen zu den Teilnahmebedingungen

Anmeldung als radiologischer Standort.

Damit Ihr radiologischer Standort am Programm teilnehmen kann, melden Sie den Standort mit dem Formular  Teilnahmeerklärung für das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm und für die technische Qualitätssicherung an.

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Koordinierungsstelle unter Tel.: +43 5 0766-113709, E-Mail info@frueh-erkennen.at. Die Teilnahmeerklärung übermitteln Sie bitte an die Regionalstelle in Ihrem Bundesland. Die Anmeldung kann per E-Mail oder Fax erfolgen.

Liste der Radiologinnen und Radiologen.

In der nachstehenden Liste finden Sie alle Radiologinnen oder Radiologen mit gültigem Zertifikat, die im Rahmen des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms Mammografien als Früherkennungs-Untersuchung, sowie diagnostische Mammografien bei Krankheitsverdacht befunden dürfen.

die aktuelle Liste downloaden
Vertragliches zur Früherkennung.

Alle relevanten Regelungen zum Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm sind im 2. Zusatzprotokoll zum Vorsorgeuntersuchung-Gesamtvertrag in der Fassung der 2. Zusatzvereinbarung (2. ZP VU-GV) geregelt.

Informationen zum Assessment

Teilnahmeerklärung für Assessment-Einheiten und MR-Institute.

Seitens der Koordinierungsstelle des Programms wurde eine „Teilnahmeerklärung für Assessment-Einheiten und MR-Institute“ entworfen. Dies ermöglicht einen vollständigen österreichweiten Überblick über Assessment-Einheiten und MR-Institute zu erhalten und verschiedene (medizinische/technische) Ansprechpartner zu identifizieren, mit denen die Regionalstelle des jeweiligen Bundeslandes direkt in Kontakt treten kann. Diese Teilnahmeerklärung hat jedoch keinerlei rechtliche Implikationen im Rahmen von „früh erkennen“.

 

Die Teilnahmeerklärung übermitteln Sie bitte – per E-Mail oder Fax – an die Regionalstelle in Ihrem Bundesland. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Koordinierungsstelle unter Tel. +43 5 0766-113709, E-Mail info@frueh-erkennen.at.

Das Assessment-Handbuch.

Ziel des Handbuchs für Assessment-Einheiten und MR-Institute ist eine kompakte Darstellung aller notwendigen Informationen und Dokumente für eine österreichweite Umsetzung des Assessments im Rahmen des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms. Es enthält u.a. Informationen zur Dokumentation (Dokublätter und Benutzerhandbuch WEB Dokuservice) und zur gesetzlichen Grundlage der Datenübermittlung im Sinne der GÖGG-Novelle. Das Handbuch ist als „lebendes Dokument“ anzusehen, welches laufend durch die Koordinierungsstelle des Programms ergänzt und bearbeitet wird.

zum Assessment-Handbuch

Teilnahmevoraussetzungen für Ärztinnen und Ärzte

Zertifikatsantrag für Mammadiagnostik

Wenn Sie als Radiologin oder Radiologe im Programm befunden möchten, stellen Sie bitten einen Zertifikatsantrag für das ÖÄK Zertifikat „Mammadiagnostik“ an die Akademie der Ärzte. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Akademie der Ärzte unter Tel. 01/512 63 83, E-Mail bkfp@arztakademie.at.

Zertifikatsantrag für Mammadiagnostik
Voraussetzungen für die Ausstellung des Zertifikats.
  • Nachweis über Teilnahme „Befunderkurs“
  • Nachweis über Teilnahme „multidisziplinärer Kurs“
Zusätzliche Voraussetzungen für den Einstieg ins Programm.
  • Nachweis des Intensivbefundertrainings vor Beginn der Programmteilnahme
  • Oder Nachweis der Mindestfrequenz zum Programmeinstieg

 

Kostenübernahme des Intensivbefundertrainings

Die Kosten des für Fachärzt:inne für Radiologie und Fachärztinnen oder Fachärzte für Medizinische Radiologie-Diagnostik als Ersteinsteigerinnen bzw. Ersteinsteiger in das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm bei Nicht-Erfüllung der erforderlichen Mindestfrequenzen vorgesehenen Intensivbefundertrainings gemäß § 6 der ÖÄK-Zertifikatsrichtlinie Mammadiagnostik werden per sofortiger Wirkung bis zu einer maximalen Höhe von EUR 1.095,-/ Ersteinsteigerin oder Einsteiger von der früh erkennen Koordinierungsstelle – bis auf Weiteres – übernommen.

 

Voraussetzung für diese Kostenübernahme (Refundierung per Überweisung auf Bankkonto) ist die Vorlage der folgenden Nachweise bzw. Information:

  • Teilnahmebestätigung IBT mit Rechnungsbeleg
  • ÖÄK-Zertifikat Mammadiagnostik
  • Bekanntgabe der Bankverbindung

Das Ansuchen auf Kostenübernahme richten Sie bitte an die Koordinierungsstelle per E-Mail an info@frueh-erkennen.at oder am Postweg an:

 

Koordinierungsstelle Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm
Wienerbergstraße 15–19
1100 Wien

Wichtige Links und Infos

Selbstauskunft für Vertragspartner

 

Änderungen betreffend Ihren Standort bitten wir Sie, umgehend an die Regionalstelle Ihres Bundeslandes weiterzuleiten! Damit wird sichergestellt, dass alle Konsultationen und Abrechnungen durchgeführt werden können!

 

Schulungen

 

Für Schulungen zur Aufrechterhaltung des Zertifikats Mammadiagnostik wenden Sie sich bitte an:

 

Akademie der Ärzte

Tel. 01/512 63 83 63

E-Mail: bkfp@arztakademie.at

 

Fachinformationen

 

E-Learning Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

E-Learning-Angebote finden Sie auf der Website der Akademie der Ärzte:

Guidelines und Studien

Hier finden Sie Guidelines und Studien rund um das Thema Mammografie-Screening, die von der Zertifikatskommission für das Zertifikat Mammadiagnostik der Österreichischen Ärztekammer ausgewählt wurden.

Die Volltextversionen der Studien finden Sie auf der Website der Bundesfachgruppe Radiologie der Österreichischen Ärztekammer www.bura.at/brustkrebs-frueherkennung

 

Evaluierungsberichte

 

Literatur

 

Feig S., Screening mammography benefit controversies: sorting the evidence.Radiol Clin N Am 2014; 52:455-80.

 

Tabar L., et al., Swedish Two-County trial: impact of mammographic screening on breast cancer mortality during 3 decades. Radiology 2012; 260:658-63

 

Van Schoor G, et al., Increasingly strong reduction in breast cancer mortality due to screening.Br J Cancer 2011; 104:910-4

 

Paap E., et al., A remarkable reduction of breast cancer deaths in screened vs unscreened wmoen: a case referent study.Cancer Causes Control 2010; 21:1569-73

 

Duffy S, et al., Absolute numbers of lives saved and overdiagnosis in breast cancer screening, from a randomized trial and from the Breast Screening Programme in England.J Med Screen 2010 ;17:25-30

 

Otten JD, et al., Impressive time-related influence of the Dutch screening programme on breast cancer incidence and mortality,1975-2006.Int J Cancer 2008; 123:1929-34

 

Hellquist BN, et al., Effectiveness of population-based service screening with mammography for women ages 40-49 years:evaluation of the Swedish Mammography Screening in Young Women (SCRY) cohort.Cancer 2011; 117:714-22

 

Weedon-Fekjaer H, et al., Modern mammography screening and breast cancer mortality: population study in Norway.BMJ 2014; 348

 

Coldman A, et al., Pan-Canadian study of mammography screening and mortalitiy from breast cancer.JNCI 2014; 106

 

Lauby-Secretan B., et al., Breast-Cancer Screening — Viewpoint of the IARC Working Group.N Engl J Med 2015; 372:2353-2358

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