Kostenfreie Serviceline:0800 500 181(Mo-Fr 08:00 bis 18:00 Uhr)

Nach unten zurück zur Startseite

Sich informieren

Zielgruppe, Nutzen und Risiken

ZielgruppeNutzen & Risiken

Die Zielgruppe

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Österreich erkranken jedes Jahr ungefähr 5.000 Frauen an Brustkrebs. Das Brustkrebs-Risiko hängt mit dem Alter zusammen.

Warum das Alter bei der Früherkennung von Brustkrebs eine wesentliche Rolle spielt, sehen Sie in diesem kurzen Video:

Der größte Nutzen eines Früherkennungsprogramms besteht für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Im Brustkrebs-Früherkennungsprogramm wird eine Teilnahme vor allem für Frauen zwischen 45 und 69 Jahren empfohlen. Wichtig für die Früherkennung ist, dass die Untersuchungen in den empfohlenen Abständen und regelmäßig gemacht werden.

Sie sind zwischen 40 und 44 Jahre?

In Österreich können Frauen bereits ab 40 Jahren am Früherkennungsprogramm teilnehmen.

Folgende Informationen sind für Sie wichtig:

  • Das Brustgewebe ist in jüngeren Jahren meistens sehr dicht. Deshalb kann man bei einer Mammografie gesundes von krankem Gewebe viel schwerer unterscheiden. Dadurch kann es vermehrt zu falsch-positiven Befunden kommen. Das heißt, es kann der Verdacht auf Brustkrebs herauskommen, was sich dann bei weiteren Untersuchungen nicht bestätigt.
  • Brustkrebs ist bei jungen Frauen seltener.
  • Das Brustgewebe ist außerdem empfindlicher gegenüber den Röntgenstrahlen.

Wenn Sie am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm teilnehmen möchten, sprechen Sie vorher mit der Ärztin oder dem Arzt Ihres Vertrauens.

 

Wenn Sie sich für eine Früherkennung ab 40 Jahren entscheiden, können Sie sich für das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm einmalig hier anmelden .

Sie können dann alle 2 Jahre mit Ihrer e-card zur Früherkennungs-Untersuchung gehen.

Sie sind zwischen 45 und 69 Jahre?

Wenn Sie zwischen 45 und 69 Jahre alt sind, können Sie mit der freigeschalteten e-card alle 2 Jahre zu einer Früherkennungs-Mammografie gehen. Ihre e-card ist dafür automatisch freigeschaltet. Sie müssen sich nicht anmelden. Sie bekommen zur Erinnerung an die Untersuchung alle 2 Jahre einen Erinnerungsbrief. Wir empfehlen, dass Sie vor der Untersuchung mit der Ärztin oder dem Arzt Ihres Vertrauens sprechen.

Sie sind 70 Jahre oder älter?

Wenn Sie mit 70 Jahren oder älter zur Mammografie gehen möchten, ist es besonders wichtig, dass Sie mit der Ärztin oder dem Arzt Ihres Vertrauens über die Vor- und Nachteile einer regelmäßigen Mammografie in Ihrem Alter sprechen.

 

Wenn Sie sich für eine Früherkennung ab 70 Jahren entscheiden, können Sie sich für das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm einmalig hier anmelden

Sie können dann alle 2 Jahre mit Ihrer e-card zur Früherkennungs-Untersuchung gehen.

Sie haben Beschwerden oder einen Verdacht auf Brustkrebs: Diagnostische Mammografie

Wenn eine Mammografie aus medizinischen Gründen notwendig ist, nennt man das diagnostische Mammografie. Für eine diagnostische Mammografie bekommen Sie in jedem Alter und so oft wie notwendig eine Überweisung von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Auch diese Untersuchung bezahlt Ihre Krankenversicherung. Es können aber je nach Krankenversicherung Kosten durch Selbstbehalte entstehen.

Gründe für eine diagnostische Mammografie sind zum Beispiel

  • Beschwerden,
  • ein Verdacht auf Brustkrebs,
  • Brustkrebs,
  • die Nachbehandlung von Brustkrebs oder
  • familiäres Risiko. Dieses besteht, wenn nahe Verwandte an Brustkrebs erkrankt sind oder waren.

Nutzen & Risiken

Die Nutzen und Risiken des Brustkrebs-Früherkennungsprogrammes haben wir für Sie in diesem kurzen Video zusammengefasst:

Sie entscheiden, ob Sie am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm teilnehmen wollen. Für diese Entscheidung ist es wichtig, dass Sie einige Dinge wissen:

Nutzen des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms

Die Chancen auf Heilung sind besser.

Die Brustkrebs-Früherkennung ermöglicht es, dass Brustkrebs früh entdeckt werden kann. So kann früher mit einer schonenderen Behandlung begonnen werden und die Chancen auf Heilung sind besser.

Die Teilnahme am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm ist freiwillig.

Die Teilnahme an einem Screening wie dem Brustkrebs-Früherkennungsprogramm kann auch Risiken haben:

Mögliche Risiken des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms

Die Zeit bis zu einem endgültigen Befund ist für die meisten betroffenen Frauen sehr belastend.

Etwa 30 von 1000 Frauen bekommen einen auffälligen Befund. Das heißt, dass Veränderungen festgestellt worden sind. Bei circa 24 von diesen 30 Frauen ergeben weitere Untersuchungen, dass es kein Brustkrebs ist. Das nennt man falsch positiven Befund. Die Zeit bis zu einem endgültigen Befund ist für die meisten betroffenen Frauen sehr belastend.

Manche Arten von Brustkrebs wachsen sehr langsam oder gar nicht.

Manche Arten von Brustkrebs wachsen sehr langsam oder gar nicht. Deshalb machen sie manchen betroffenen Frauen nie Probleme. Bei der Mammografie wird manchmal ein Brustkrebs entdeckt, der sonst das ganze Leben lang nicht aufgefallen wäre. Das nennt man Überdiagnose. Es kann aber niemand sagen, ob ein Krebs weiterwächst oder nicht. Deshalb empfehlen die Ärztinnen und Ärzte normalerweise eine Behandlung. Das kann zu unnötigen Operationen oder Behandlungen führen.

Falsch negativer Befund

Obwohl sich bereits Krebs gebildet hat, kann man ihn in seltenen Fällen bei der Mammografie nicht sehen. Das nennt man falsch negativen Befund.

Belastung durch die Strahlung

Die Mammografie ist eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen. Die Belastung durch die Strahlung wird dabei so klein wie möglich gehalten. Trotzdem kann die Strahlung bei regelmäßigen Untersuchungen über viele Jahre in seltenen Fällen Brustkrebs auslösen.