Über „früh erkennen“

Qualitätsgesicherte Früherkennung von Brustkrebs

Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm „früh erkennen“ ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Sozialversicherung, Ländern und Österreichischer Ärztekammer. Es ersetzt seit 2014 sämtliche Mammografie-Angebote zur Früherkennung von Brustkrebs. Das Programm bietet erstmals systematische, qualitätsgesicherte Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchungen in ganz Österreich. Alle Untersuchungen werden dokumentiert und evaluiert. Frauen ab 40 Jahren können im Rahmen dieses Programms alle zwei Jahre kostenlos zur Früherkennungsmammografie gehen.

 

Einführung des Mammografie-Screenings nach internationalen Empfehlungen
Vom Rat der Europäischen Union gab es bereits Anfang 2003 die Empfehlung für ein Mammografie-Screening bei Frauen zur Brustkrebs-Früherkennung. Nachdem diese Empfehlung in den meisten europäischen Ländern bereits umgesetzt und Mammografie-Screenings eingeführt worden sind, wurde das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm Anfang 2014 implementiert.

 

Auch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat (zuletzt im Herbst 2014) für Frauen von 50 bis 69 Jahren die Teilnahme an einem Mammografie-Screening alle 2 Jahre empfohlen.

 

Qualitätsgesichertes Programm löst opportunistisches Screening ab – Verbesserung der Qualität bei Mammografie

Im Gegensatz zum bisher üblichen opportunistischen Screening, war es wichtig auch in Österreich ein einheitliches Vorgehen zu definieren und hohe Qualitätsstandards hinsichtlich der Früherkennungsmammografie zu gewährleisten sowie die Untersuchungsergebnisse zu dokumentieren und zu evaluieren.

 

Im Rahmen des opportunistischen Screenings war dies bis zur Einführung des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms nicht der Fall; Frauen wurden in unterschiedlichen Intervallen und in unterschiedlichem Alter zur Mammografie überwiesen, auch gab es keine verbindlichen Qualitätsstandards. Daher hat die Einführung des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms maßgeblich dazu beigetragen, die Qualität bei Mammografien in Österreich wesentlich zu verbessern.

 

Hohe Qualitätsstandards

Die Untersuchungen werden ausschließlich von qualitätsgeprüften Radiologie-Einrichtungen durchgeführt:

 

  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Standorte werden laufend geschult.
  • Die Radiologinnen und Radiologen sind mit dem Zertifikat Mammadiagnostik der Österreichischen Ärztekammer ausgezeichnet.
  • Es werden nur moderne, digitale Geräte verwendet, die laufend technisch überprüft werden.
  • Die Mammografiebilder werden nach dem 4-Augen-Prinzip immer von zwei Radiologinnen bzw. Radiologen ausgewertet.

Diese Maßnahmen tragen zu einer besseren Qualität der Untersuchung und der Diagnose bei.

 

Niederschwelliger Zugang

Ein wichtiges Merkmal des neuen Programms ist auch der niederschwellige Zugang: Die Früherkennungsmammografie kann mit der e-card – ohne ärztliche Zuweisung – in Anspruch genommen werden.

 

Zertifizierte Untersuchungseinrichtungen in ganz Österreich

Rund 180 radiologische Standorte führen die Früherkennungsuntersuchungen für das Programm durch. Dadurch stehen den Frauen qualitätsgeprüfte Untersuchungseinrichtungen flächendeckend in ganz Österreich zur Verfügung.

 

Organisation des Programms

Die Koordinierungsstelle des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms ist in Wien angesiedelt und wird durch Regionalstellen in allen Bundesländern unterstützt.


Finanzierung des Programms

Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm wurde im ersten Jahr (2014) durch Bund, Länder und die Sozialversicherung finanziert. Seit Anfang 2015 trägt die Kosten des Programms nur die Sozialversicherung.

 

Kontakt

Telefon-Serviceline 0800 500 181 Mo-Fr 08.00 bis 18.00 Uhr (kostenfrei aus ganz Österreich)

E-Mail serviceline@frueh-erkennen.at