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Fragen und Antworten

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs kann entstehen, wenn sich Körperzellen krankhaft verändern. Diese Zellen teilen sich dann unkontrolliert. Man nennt diese Zellen Krebszellen. Krebszellen können in gesundes Gewebe eindringen und dort Absiedlungen bilden. Diese nennt man Metastasen.

Brustkrebs gibt es in vielen verschiedenen Formen. Oft ist Brustkrebs heilbar. Manchmal wächst er langsam und es gibt keine Metastasen. Manchmal wächst er schnell und breitet sich im Körper aus.

Bei ungefähr 5 von 6 Frauen mit Brustkrebs stellen die Ärztinnen und Ärzte einen invasiven Tumor fest. Das bedeutet, dass sich der Krebs schon in anderen Teilen des Gewebes ausgebreitet hat. Wenn Sie so einen Krebs nicht behandeln lassen, breitet er sich oft im Körper aus.

Bei einer von 6 Frauen finden die Ärztinnen und Ärzte ein sogenanntes In Situ-Karzinom. Auch dieses kann man durch eine Mammografie gut erkennen. Bei dieser Art von Brustkrebs verändern sich die Zellen in den Milchgängen der Brust. Die Krebszellen breiten sich oft nicht in andere Teile des Gewebes aus. Bei manchen Frauen bleibt das In Situ-Karzinom ein Leben lang ohne Symptome. Bei anderen entwickelt es sich weiter und wird bösartig.

Man kann aber nicht feststellen, ob ein In Situ-Karzinom harmlos bleibt oder nicht. Deshalb raten Ärztinnen und Ärzte meistens dazu, das In Situ-Karzinom behandeln zu lassen.

Wovon hängt das Brustkrebs-Risiko ab?

 

Das Risiko, dass eine Frau an Brustkrebs erkrankt, hängt mit dem Alter zusammen.

Aber es spielen auch andere Dinge eine Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs, wie zum Beispiel:

  • regelmäßiges Trinken von Alkohol,
  • Übergewicht,
  • Hormonbehandlung oder
  • wenn es in der Familie schon Fälle von Brustkrebs gegeben hat.

Wichtig!
Regelmäßiger Sport senkt das Risiko, dass eine Frau an Brustkrebs erkrankt.

 

Ist Brustkrebs in der Familie ein Risiko?

Ungefähr 5 bis 10 Prozent der Frauen mit Brustkrebs haben eine genetische Veränderung. Wenn es in Ihrer Familie Fälle von Brustkrebs gibt, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Sie oder er empfiehlt Ihnen weitere Untersuchungen, wenn das notwendig ist.

Wie hoch Ihr Risiko ist, hängt vom Verwandtschaftsverhältnis zu den erkrankten Personen ab. Wenn zum Beispiel Ihre Mutter oder Ihre Schwester Brustkrebs hat, ist Ihr Risiko höher. Wenn eine entfernte Verwandte Brustkrebs hat, ist Ihr Risiko wahrscheinlich nicht höher.

Grafik vgl. Brustgenberatung „Vererbung“

Wenn Sie aus familiären Gründen ein höheres Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken, ist das Programm für Sie nicht geeignet. Sie bekommen dann eine eigene medizinische Betreuung durch die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Genauere Informationen finden Sie auch unter:

www.brustgenberatung.at

Gibt es andere Untersuchungen der Brust, die bei mir gemacht werden können?

Derzeit ist die Mammografie die beste Möglichkeit, um Brustkrebs früh zu erkennen. Es gibt aber auch andere Untersuchungen, die manchmal zusätzlich zur Mammografie notwendig sein können.

  • Ultraschall-Untersuchung
    Beim Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm stellen die Röntgenärztinnen und Röntgenärzte fest, ob zusätzlich eine Ultraschall-Untersuchung nötig ist. Wenn ja, wird diese gleich im Anschluss an die Mammografie durchgeführt. Bei der Ultraschall-Untersuchung gibt es keine Belastung durch Strahlen.
  • Magnetresonanz-Untersuchung
    Diese Untersuchung heißt auch Kernspin-Tomografie oder Magnetresonanz-Tomografie. Die Abkürzung ist MRT.
    Bei dieser Untersuchung gibt es keine Belastung durch Strahlen. Ein MRT kann zusätzlich zur Mammografie sinnvoll sein. Zum Beispiel zur weiteren Abklärung eines auffälligen Befundes.
  • Tomosynthese
    Die Tomosynthese wird auch 3-D-Mammografie genannt. Die Brust wird dabei aus verschiedenen Winkeln mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. In Österreich wird diese Untersuchung manchmal zusätzlich zur Mammografie gemacht.
Welche Grenzen hat die Früherkennung von Brustkrebs?

Brustkrebs kann nicht verhindert werden, auch wenn Sie regelmäßig zur Brustkrebs-Früherkennungs-Untersuchung gehen. Aber Brustkrebs kann dadurch früher entdeckt werden.

Manche Krebsarten entwickeln sich kurze Zeit nach einer Mammografie. Sie treten daher im Zeitraum zwischen 2 Früherkennungs-Untersuchungen auf. Das nennt man Intervallkarzinome. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Körper beobachten: Es gibt bis jetzt keine Beweise, dass die Selbstuntersuchung der Brust eine gute Maßnahme zur Früherkennung von Brustkrebs ist. Aber wenn Sie Ihre Brust selbst untersuchen und Ihren Körper aufmerksam beobachten, kann das wichtig sein. So können Sie Veränderungen rasch bemerken. Wenn Sie Veränderungen an der Brust bemerken, gehen Sie so bald wie möglich zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Auffällige Veränderungen sind zum Beispiel Knoten oder Dellen der Brust, Einziehungen der Brustwarze oder Austritt von Flüssigkeit aus der Brustwarze.

Was passiert mit meinen Daten?

Das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm hat eine wissenschaftliche Begleitung mit Evaluierung. Dabei wird auf den Datenschutz geachtet, so dass niemand feststellen kann, welches Ergebnis zu welcher Frau gehört. Dadurch sind Ihre Daten auch bei Auswertungen geschützt.

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden dokumentiert. Das heißt, es wird festgehalten, was bei den einzelnen Untersuchungen herausgekommen ist. Das ist deshalb wichtig, weil damit die Qualität der Untersuchungen gesichert wird. Wenn es den Verdacht auf Brustkrebs gibt, werden Sie zu weiteren Untersuchungen geschickt. Dort wird festgestellt, ob der Verdacht richtig war oder nicht. Alle Röntgenärztinnen und Röntgenärzte bekommen regelmäßig Rückmeldungen, ob ihr Verdacht richtig war oder nicht.

Welche Frauen können am Programm teilnehmen?

Alle Frauen ab 40 Jahren, die bei einem am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm teilnehmenden Krankenversicherungsträger versichert sind, können am Programm teilnehmen.

Frauen von 45 bis 69 Jahren gehen mit der e-card, die alle zwei Jahre für die Früherkennungsmammografie freigeschaltet ist, zur Untersuchung.

Frauen von 40 bis 44 und ab 70 Jahren melden sich einmalig bei der Serviceline 0800 500 181 oder online zum Programm an und gehen dann alle zwei Jahre mit der e-card zur Untersuchung.

Welche Frauen sind nicht teilnahmeberechtigt?

Nicht teilnahmeberechtigt sind derzeit Frauen, die versichert sind bei

  • (OÖ) Krankenfürsorge für die Beamten der Landeshauptstadt Linz
  • (OÖ) Krankenfürsorge für oberösterreichische Gemeindebeamte
  • (OÖ) Kranken- und Unfallfürsorge für oberösterreichische Landesbeamte
  • (OÖ) Oberösterreichische Lehrer-Kranken- und Unfallfürsorge
  • (OÖ) Krankenfürsorgeanstalt für Beamte des Magistrates Steyr
  • (OÖ) Krankenfürsorge für die Beamten der Stadt Wels
  • Krankenversicherungsfonds der Beamten der Gemeinde Badgastein
  • Krankenfürsorgeeinrichtung der Beamten der Stadtgemeinde Hallein
  • Privaten Krankenversicherungen: das gilt für Frauen, die ausschließlich bei einer privaten Krankenversicherung versichert sind. Über das Angebot einer Früherkennungsmammografie gibt die private Krankenversicherung Auskunft.
  • Ausländischen Versicherungen
Wie kann ich teilnehmen, wenn ich nicht versichert bin?

Wenn Sie nicht sozialversichert sind, können Sie kostenlos und ohne weitere Verpflichtungen bei der zuständigen Gebietskrankenkasse in Ihrem Wohnbundesland eine Sozialversicherungsnummer anfordern und sich dann über die Telefon-Serviceline 0800 500 181 oder online zum Programm anmelden.

Dies gilt jedoch nicht für Personen, die ausschließlich bei einer privaten bzw. ausländischen Krankenversicherung versichert sind. Bitte erkundigen Sie sich in diesen Fällen bei Ihrem Versicherungsträger, welche Möglichkeiten einer Früherkennungsuntersuchung angeboten werden.

Wie kann ich mich vom Programm abmelden?

Möchten Sie nicht am Programm teilnehmen und keine weiteren Einladungen erhalten, so haben Sie die Möglichkeit, sich vom Programm abzumelden. Damit verzichten Sie künftig bis auf Widerruf auf die Sozialversicherungsleistung der Früherkennungsmammografie. Dafür fordern sie bitte bei der Telefon-Serviceline 0800 500 181 ein Formular an, das sie ausgefüllt zur Bestätigung an diese Serviceline zurückschicken. Sie können sich jederzeit wieder bei der Telefon-Serviceline oder online auf www.frueh-erkennen.at zum Programm anmelden. Die Abmeldung gilt nur für die Früherkennungsmammografie. Die Mammografie bei medizinischer Notwendigkeit erfolgt weiterhin auf ärztliche Zuweisung.

Warum gilt dieses Angebot für Frauen ab 40?

Screening-Programme, wie das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm sollen gezielt jene Frauen ansprechen, die am meisten davon profitieren können. Generell sind Screening-Untersuchungen nicht nur mit einem Nutzen, sondern auch mit Risiken verbunden.

Große Studien haben gezeigt, dass Frauen zwischen 50 und 69 Jahren die beste Nutzen-Risiken-Bilanz bei Brustkrebs-Früherkennungsprogrammen mit Mammografie aufweisen. Diese Altersgruppe entspricht der Empfehlung der EU und wird in vielen europäischen Ländern umgesetzt.

In Österreich wurde jedoch nach eingehender Diskussion verschiedener medizinischer ExpertInnengruppen gemeinsam mit der Österreichischen Ärztekammer beschlossen, die Zielgruppe für das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm weiter zu fassen, sodass Frauen ab 40 Jahren alle zwei Jahre die Früherkennungsuntersuchung kostenlos in Anspruch nehmen können.

Warum wurde ein zweijähriges Untersuchungsintervall gewählt?

Die Entscheidung für ein zweijähriges Untersuchungsintervall (d.h. eine Früherkennungsmammografie alle zwei Jahre) beruht auf den Empfehlungen internationaler Untersuchungen.

Dieses Intervall wurde in Österreich nach eingehender Diskussion und Analyse verschiedener medizinischer ExpertInnengruppen gemeinsam mit der Österreichischen Ärztekammer beschlossen. Es folgt den Empfehlungen internationaler Leitlinien und wird von den meisten europäischen Ländern, die Screening-Programme zur Früherkennung von Brustkrebs eingeführt haben, umgesetzt. Auch vor Programmeinführung konnten Frauen ab 40 Jahren eine Mammografie zu Früherkennungszwecken („Vorsorge-Mammografie“) im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung im 2-Jahres-Intervall in Anspruch nehmen.

Kein Hinweis auf größeren Nutzen bei jährlicher Mammografie

Derzeit gibt es keinen wissenschaftlichen Hinweis auf einen zusätzlichen Nutzen von Screening-Programmen mit jährlich durchgeführten Mammografien gegenüber solchen mit längeren Intervallen.

Durch die steigende Anzahl an Mammografien bei einjährigen Intervallen wäre eine Zunahme der falsch positiven Befunde (auffällige Befunde, obwohl keine Brustkrebs-Erkrankung vorliegt) und Überdiagnosen (eine Brustkrebserkrankung, die zu Lebzeiten der Frau nicht auffällig geworden wäre und keine Beschwerden hervorgerufen hätte) sowie Übertherapien (wie operativen Eingriffen bis hin zur Brustentfernung, Chemotherapie, Strahlentherapie) zu erwarten, was zu einer Verschlechterung des Nutzen-Schaden-Verhältnisses für die Frauen führen würde.

Diagnostische Mammografie mit Zuweisung

Selbstverständlich gibt es weiterhin diagnostische Mammografien bei medizinischer Notwendigkeit auf Zuweisung Ihrer Ärztin/Ihres Arztes. Wenn Sie Beschwerden haben, an Brustkrebs erkrankt sind oder sich in der Nachsorge nach einer Brustkrebserkrankung befinden, wird Ihre Ärztin/Ihr Arzt Sie jederzeit unabhängig vom Alter zu einer diagnostischen Mammografie zuweisen. Beschwerden können zum Beispiel sein: tastbare Knoten, Dellen oder Verhärtungen der Haut, Verformungen, Einziehen der Brustwarze, Blutungen oder andere Absonderungen aus der Brustwarze.

Wenn Sie ein familiär erhöhtes Brustkrebsrisiko haben, kann Ihre Ärztin/Ihr Arzt Sie zur diagnostischen Mammografie zuweisen.

Ist es möglich öfter als alle zwei Jahre zur Früherkennungsmammografie zu gehen?

Die Entscheidung für ein zweijähriges Untersuchungsintervall (d.h. eine Mammografie alle zwei Jahre) beruht auf den Empfehlungen von internationalen Untersuchungen.

Es ist grundsätzlich möglich, dass Sie in kürzeren Intervallen (z.B. jährlich) als im Brustkrebs-Früherkennungsprogramm vorgesehen zur Früherkennungsmammografie gehen. Allerdings sollten in diesem Fall Risiken/Nutzen gut abgewogen werden. Die Untersuchungskosten müssten Sie selbst tragen.

Das Früherkennungsprogramm richtet sich an gesunde Frauen ab 40 Jahren ohne Beschwerden und ohne familiär erhöhtes Risiko. Zur Abklärung von Beschwerden, Veränderungen und/oder eines Verdachts auf Brustkrebs bzw. andere Brusterkrankungen und bei familiär erhöhtem Risiko für Brustkrebs gibt es selbstverständlich weiterhin (diagnostische) Mammografien. Eine Mammografie mittels ärztlicher Zuweisung ist hier jederzeit möglich.

Wann bekomme ich einen Einladungsbrief?
Frauen von 45 bis 69 Jahren

Wenn Sie zwischen 45 und 69 Jahren (Kernzielgruppe) alt sind, ist Ihre e-card automatisch für eine Früherkennungsmammografie alle zwei Jahre freigeschaltet. Sie erhalten zudem alle zwei Jahre ein automatisiert versendetes Schreiben zur Information und Erinnerung. Dieses Schreiben wird Ihnen erstmalig Mitte des Monats, in das Ihr 45. Geburtstag fällt, zugesandt. Für die Untersuchung selbst benötigen Sie nur die freigeschaltete e-card. Eine ärztliche Zuweisung oder das Erinnerungsschreiben sind nicht erforderlich.

Frauen von 40 bis 44 und ab 70 Jahren

Wenn Sie zwischen 40 und 44 Jahre alt sind oder 70 Jahre und älter, können Sie sich freiwillig zum Brustkrebs-Früherkennungsprogramm anmelden. Rund eine Woche nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie den Einladungsbrief.

Woher stammen die Daten für die Einladung? Wie ist das mit dem Datenschutz?

In der Sozialversicherung werden die Adressdaten der Versicherten und ihrer Angehörigen zentral abgespeichert. Diese Daten werden für den Versand der Einladungen herangezogen. Der Datenschutz ist wichtig und wird sehr ernst genommen. Es wurden alle Vorkehrungen getroffen, um das Programm datenschutzkonform durchzuführen und allen Anforderungen zu entsprechen.

Auswertung verschlüsselter Daten

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden zu Qualitätszwecken dokumentiert und ausgewertet. Um die sensiblen Daten vor Missbrauch zu schützen, werden sie „pseudonymisiert“. Das heißt, die Daten werden so verschlüsselt, dass sie nicht mehr mit einzelnen Personen in Verbindung gebracht werden können. Bei „auffälligen Befunden“ werden (mit Zustimmung der Frau) auch die weiteren Schritte pseudonymisiert dokumentiert.

Wie kann ich einen Termin für die Früherkennungsmammografie vereinbaren?

Alle teilnehmenden Radiologie-Einrichtungen sind auf der Programm-Website ersichtlich oder über die Telefon-Serviceline 0800 500 181 zu erfragen. Auch dem Einladungsschreiben liegt eine Liste der teilnehmenden Radiologie-Einrichtungen bei. Für eine Terminvereinbarung kontaktieren Sie bitte eine dieser Einrichtungen.

Was passiert bei der Mammografie?

Die Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung. Dabei wird eine Brust nach der anderen zwischen zwei Kunststoffplatten zusammengedrückt und mittels Röntgenstrahlen ein Bild erstellt. Viele Frauen beschreiben die Untersuchung als unangenehm, manche als schmerzhaft, andere wiederum empfinden sie als unproblematisch. Die Untersuchung dauert einige Minuten.

Wann wird eine Ultraschall-Untersuchung gemacht?

Bei medizinischer Notwendigkeit kann die Radiologin/der Radiologe zusätzlich zur Mammografie eine Ultraschall-Untersuchung (= Sonografie) durchführen. Beispiele, wo ein Ultraschall vorgenommen wird, wären dichtes Brustgewebe oder wenn die Ärztin/der Arzt etwas Auffälliges sieht. Wird kein Ultraschall gemacht, dann ist der Befund für die Ärztin/den Arzt eindeutig und eine zusätzliche Untersuchung nicht notwendig.

Wann bekomme ich den Befund?

Die Mammografie-Bilder werden von zwei speziell geschulten Radiologinnen/Radiologen nach dem Vier-Augen-Prinzip begutachtet. Sie können den Befund bei der Radiologie-Einrichtung abholen oder Sie bekommen ihn per Post zugeschickt. Die Befunderstellung dauert längstens sieben Werktage.

Auf Ihren Wunsch hin wird auch die Ärztin oder der Arzt Ihres Vertrauens von der Früherkennungsuntersuchung informiert. Wenn sie das möchten, geben Sie das bitte auf dem Fragebogen vor der Untersuchung an.

Was ist, wenn ich Beschwerden habe?

Das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm mit der Früherkennungsmammografie alle zwei Jahre richtet sich an gesunde Frauen ab 40 Jahren, die keine Beschwerden und kein familiär erhöhtes Risiko für eine Brustkrebserkrankung haben.

Wenn Sie Beschwerden haben, sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin/IhremArzt. Sie/er wird sie jederzeit unabhängig vom Alter zu einer diagnostischen Mammografie zuweisen.

Beschwerden können zum Beispiel sein: tastbare Knoten, Dellen oder Verhärtungen der Haut, Verformungen, Einziehen der Brustwarze, Blutungen oder andere Absonderungen aus der Brustwarze.

Was ist, wenn ich wegen Brustkrebs behandelt werde oder in der Nachsorge bin?

Wenn Sie wegen Brustkrebs in Behandlung oder in der Nachsorge sind, werden Sie weiterhin außerhalb des Programms betreut. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre betreuende Ärztin/Ihren betreuenden Arzt.

Was ist, wenn in meiner Familie Brustkrebserkrankungen aufgetreten sind?

Wenn es in Ihrer Familie Brustkrebserkrankungen gibt, sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt darüber. Sie/Er wird mit Ihnen besprechen, ob aufgrund Ihrer Familiengeschichte ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko vorliegt.

Falls Sie ein familiär erhöhtes Brustkrebsrisiko haben, kann Ihre Ärztin/Ihr Arzt Sie zur diagnostischen Mammografie zuweisen.

Wenn Brust- und oder Eierstockkrebs in Ihrer Familie häufig vorkommen, so fragen Sie sich vielleicht, ob Sie selbst oder andere Familienmitglieder ebenfalls gefährdet sind. In diesem Folder des Zentrums für familiären Brust- und Eierstockkrebs finden Sie wichtige Informationen zu erblichen Brust- und/oder Eierstockkrebserkrankungen und zur Möglichkeit einer genetischen Untersuchung.

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