Pro & Contra

Nutzen und Risiken einer Teilnahme am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

Wie jede andere medizinische Maßnahme ist auch ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs mit Nutzen und Risiken verbunden. Es ist für jede Frau wichtig, diese zu kennen, damit sie selbst oder gemeinsam mit ihrer Ärztin/ihrem Arzt entscheiden kann, ob sie an der Untersuchung teilnehmen möchte oder nicht.

 

Nutzen

  • Bei Frauen, die am Früherkennungsprogramm teilnehmen, kann Brustkrebs früher erkannt werden als bei Frauen, die nicht teilnehmen.
  • Frauen, bei denen Brustkrebs früher erkannt wird, können oft schonender behandelt werden.
  • Frauen sind beruhigt, wenn sie einen unauffälligen Mammografie-Befund haben.

 

Risiko

  • Es kann vorkommen, dass eine Frau einen auffälligen Mammografie-Befund erhält, der sich nach weiterführenden Untersuchungen (bis hin zu Biopsien) nicht bestätigt. Das nennt man einen „falsch positiven Befund“ oder „Fehlalarm“. Frauen werden dadurch unnötig beunruhigt.
  • Es werden auch Tumore gefunden und behandelt (Operation bis zur Brustentfernung, Chemotherapie, Strahlentherapie), die ohne Mammografie-Screening zu Lebzeiten der Frau keine gesundheitlichen Probleme bereitet hätten. Man spricht von Überdiagnosen, die zu Übertherapien führen.
  • In seltenen Fällen ist bei der Mammografie und bei der Ultraschalluntersuchung kein Tumor sichtbar, obwohl bereits einer besteht. Das nennt man einen „falsch negativen Befund“.

 

Das sollten Sie auch wissen

  • Früherkennung kann die Entstehung von Brustkrebs nicht verhindern.
  • Auch zwischen den Früherkennungsuntersuchungen können sich Tumore bilden.
  • Bei der Mammografie wird die Brust mit Röntgenstrahlen untersucht. Durch die strengen Qualitätsvorgaben des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms wird die Belastung so gering wie möglich gehalten.