Teilnahme am Programm

Die Teilnahme am Programm „Brustkrebs Früherkennung“ ist für Frauen möglich, die in Österreich wohnen und bei einer der teilnehmenden Krankenkassen sozialversichert sind. Nicht versicherte Frauen können sich zum Programm anmelden.

Die Röntgenuntersuchung der Brust – auch Mammografie genannt –  ist derzeit die verlässlichste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs. Im Rahmen des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms, dem österreichischen Mammografie-Screening, können Frauen ab 40 Jahren alle zwei Jahre kostenlos zur Früherkennungsmammografie gehen. Österreich hat im europaweiten Vergleich die Gruppe der teilnahmeberechtigten Frauen am weitesten gefasst.

Mammografie-Screening für gesunde Frauen ohne Beschwerden und ohne erhöhtes familiäres Risiko

Screening bedeutet, dass allen Personen einer bestimmten Altersgruppe regelmäßig eine bestimmte Untersuchung angeboten wird. Ziel ist es eine Krankheit früh zu entdecken, bevor es zu Beschwerden kommt. Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm richtet sich daher an gesunde Frauen ohne Beschwerden und ohne familiär erhöhtes Brustkrebsrisiko.

Die Teilnahme an einem Screening ist nicht für alle gleich sinnvoll. Je nach Alter ist der Nutzen  größer oder niedriger. Angelehnt an internationale Studien wurden Frauen im Alter von 45 bis 69 Jahren als jene Personengruppe in Österreich definiert, die den größten Nutzen von der Teilnahme an einem Brustkrebs-Screening-Programm haben.

Wichtig: Falls Sie Beschwerden haben, kann Ihre Ärztin/Ihr Arzt Sie jederzeit und altersunabhängig zu einer sogenannten diagnostischen Mammografie zuweisen.

Alle Untersuchungseinrichtungen, die am Programm teilnehmen, sind qualitätsgeprüft.

Programmverlängerung 2018

Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm (BKFP) wurde mit Ende 2017 mit der Österreichischen Ärztekammer neu verhandelt. Die geringfügigen Adaptierungen des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms, die vor allem den Ablauf betreffen, gelten ab sofort.

Was heißt Programmverlängerung?

Der Vertrag zwischen der Österreichischen Ärztekammer und der Sozialversicherung hinsichtlich des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms war bis Ende 2017 befristet und wurde auf Basis der aktuellen Verhandlungen für weitere 4 Jahre verlängert.

Was hat sich geändert?

Im Wesentlichen bleibt das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm wie es ist: Im Rahmen des Programms besteht weiterhin die Möglichkeit alle 2 Jahre zur Mammografie zu gehen. Frauen zwischen 40 und 45 Jahren sowie ab 70 Jahren melden sich vorher zum Programm an, wenn sie teilnehmen möchten. Bei Frauen zwischen 45 und 70 Jahren ist die e-card automatisch freigeschaltet. Im Rahmen der Verhandlungen kam es nur zu geringfügigen Adaptierungen, die vor allem Abläufe betreffen.

Welche Veränderungen gibt es, die Frauen kennen sollten oder bemerken werden?

  • Frauen zwischen 40 und 45 Jahren sowie ab 70 Jahren, können ihre e-card freischalten lassen, wenn sie am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm teilnehmen möchten. Bei einem Anruf bei der Serviceline 0800 500 181 zwischen Montag und Freitag von 8 bis 18 Uhr erfolgt diese Freischaltung ab Mai sofort. Ab diesem Zeitpunkt gibt es somit bei einem telefonischen Opt-In keine 2- bis 3-tägige Verarbeitungszeit mehr.
  • Die wichtige Rolle der VertrauensärztInnen im Rahmen des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms wurde einmal mehr betont. Nach wie vor ist keine Zuweisung im anspruchsrechtlichen Sinn für die Mammografie im Rahmen des BKFP notwendig. Im Zuge der ärztlichen Beratung besteht aber zukünftig die Möglichkeit, dass Frauen das geläufige Zuweisungsformular mit dem Hinweis, dass eine Brustkrebs-Früherkennungs-Untersuchung erbeten wird, von ihrer Vertrauensärztin / ihrem Vertrauensarzt ausgehändigt bekommen. Damit ist der Radiologin / dem Radiologen gegenüber klargestellt, dass eine Befundübermittlung an diese Vertrauensärztin / diesen Vertrauensarzt erwünscht ist. Der Anspruch auf eine Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchung ist wie bisher auch, nur bei freigeschalteter e-card gegeben.

Wird sich an den strengen Qualitätsrichtlinien des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms etwas ändern?

Nein, die Qualitätsstandards, die einen großen Vorteil für die Frauen bringen, bleiben bis auf Weiteres unverändert bestehen. Der Sozialversicherung war es wichtig, dass diese – allen voran die standardisierte Doppelbefundung – auch im Rahmen der Programmverlängerung aufrecht bleiben. Wie bisher werden allfällige neue Entwicklungen und damit verbundene neue Evidenzlagen genau beobachtet.