Kontakt & Info

Hier finden Ärztinnen und Ärzte Kontaktdaten der Ansprechpartner des Programms in Ihrem Bundesland bzw. bei der Koordinierungsstelle, einen Überblick über das Programm sowie Informationen zur Indikationenliste für die Zuweisung zur diagnostischen Mammografie

Frauen wenden sich bei Anfragen bitte an die Serviceline 0800 500 181 (Mo –Fr 8.00 -18.00 Uhr, kostenfrei aus ganz Österreich), erreichbar auch per E-Mail: serviceline@frueh-erkennen.at

Koordinierungsstelle

Tel. 01/60122 – 3709
E-Mail: info@frueh-erkennen.at

Regionalstellen

In jedem Bundesland sind Regionalstellen bei den zuständigen Gebietskrankenkassen eingerichtet, die für die regionale Umsetzung des Programms zuständig sind. Sie fungieren als Schnittstelle zwischen der Koordinierungsstelle, Trägern, radiologischen Standorten, ZuweiserInnen und weiteren Programmpartnern.

Burgenländische Gebietskrankenkasse

Irene EDERER
irene.ederer@bgkk.at
Tel.: 02682 608 – 2006

Niederösterreichische Gebietskrankenkasse

Bernadette HÖHRHAN, BA
bernadette.hoehrhan@noegkk.at
Tel.: 050899 – 3217

Oberösterreichische Gebietskrankenkasse

DI Birgit OTRUBA
birgit.otruba@ooegkk.at
Tel.: 05 7807 – 104817

Lisa-Maria EBNER
lisa-maria.ebner@ooegkk.at
Tel.: 05 7807 – 104824

Salzburger Gebietskrankenkasse

Mag. Christopher Gfrerer
christopher.gfrerer@sgkk.at
Tel.: 0662 8889 – 1047

Steiermärkische Gebietskrankenkasse

Bernd CERNY
bernd.cerny@stgkk.at
Tel.: 0316 8035 – 1843

Kärntner Gebietskrankenkasse

Sabine STRANACHER
sabine.stranacher@kgkk.at
Tel.: 0505855 – 2226

Tiroler Gebietskrankenkasse

Mag. Gunda Maria NESTLER
gunda-maria.nestler@tgkk.at
Tel.: 059160 – 1683

Vorarlberger Gebietskrankenkasse

Carolin AMANN, MSc
Carolin.amann@vgkk.at
Tel.: 0508455 – 1655

Wiener Gebietskrankenkasse

Kerstin SCHÜTZE, MBA
kerstin.schuetze@wgkk.at
Tel.: 01 60122 – 2574

Überblick „früh erkennen“

Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Sozialversicherung und Österreichischer Ärztekammer und bietet seit 2014 Früherkennungsuntersuchungen bei rund 190 zertifizierten Radiologiestandorten in ganz Österreich. Alle Untersuchungen sind qualitätsgesichert, werden dokumentiert und evaluiert.

Für Frauen ab 40 alle zwei Jahre

Frauen ab 40 Jahren können im Rahmen dieses Programms alle zwei Jahre kostenlos zur Früherkennungsmammografie gehen. Österreich hat im europaweiten Vergleich die Zielgruppe für das Screening am weitesten gefasst.

Die Mammografie als systematische Früherkennungsuntersuchung für unter 40-jährige Frauen wird weltweit von keiner medizinischen Fachgesellschaft empfohlen.

Das Mamma-Screening richtet sich an gesunde Frauen, die keine Beschwerden und kein familiär erhöhtes Risiko für eine Brustkrebserkrankung haben.

Frauen im Alter von 45 bis 69 Jahren (Kernzielgruppe)

können alle zwei Jahre mit ihrer e-card, die automatisch für die Untersuchung freigeschaltet ist, zur Früherkennungsmammografie bei einem teilnehmenden radiologischen Standort gehen.

Alle Frauen dieser Altersgruppe erhalten einen automatisierten Einladungsbrief zur Information und Erinnerung.

Frauen im Alter von 40 bis 44 Jahren und ab 70 Jahren (erweiterte Zielgruppe)

melden sich einmalig bei der Serviceline 0800 500 181 (Mo-Fr 08:00 – 18:00 Uhr) oder online zum Programm an und gehen nach Freischaltung der e-card mit ihrer e-card zur Früherkennungsmammografie. Die Freischaltung erfolgt innerhalb von zwei Tagen nach der Anmeldung, sofern alle Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind. Rund eine Woche nach der Anmeldung erhalten sie ein persönliches Einladungsschreiben zur Information und Erinnerung per Post.

Für die Untersuchung selbst genügt die freigeschaltete e-card. Es gibt keine ärztliche Zuweisung zur Früherkennungsmammografie. Auch das Einladungsschreiben muss nicht zur Untersuchung mitgenommen werden.

Einladungsschreiben zur Erinnerung und Information

Zur Erinnerung und Information bekommen die Frauen bei unauffälligem Befund künftig alle zwei Jahre nach der letzten Mammografie einen persönlichen Einladungsbrief per Post.

Einladungsschreiben Early Recall

Frauen, denen die Radiologin/der Radiologe eine Kontrolluntersuchung bereits 6 bzw. 12 Monate nach der Früherkennungsmammografie empfiehlt (Early Recall), erhalten ein eigenes Erinnerungsschreiben für diese Untersuchung.
Bitte beachten Sie: Bei einem Early Recall nach einer diagnostischen Mammografie erfolgt die nächste Mammografie wie bisher auf ärztliche Zuweisung.

Befundübermittlung an die Frau

Die Frau kann den Befund entweder beim radiologischen Standort abholen oder sie bekommt ihn per Post zugeschickt. Durch die Doppelbefundung kann die Befunderstellung ein paar Tage dauern, der Befundversand bzw. die Bereitstellung des Befundes hat jedoch spätestens 7 Werktage nach der Untersuchung zu erfolgen.

Befundübermittlung an die Vertrauensärztin/den Vertrauensarzt

Es ist vertraglich festgelegt, dass die Radiologin/der Radiologe die/den von der Frau angegebene/n Vertrauensärztin/Vertrauensarzt schriftlich über die Durchführung einer Früherkennungsmammografie zu informieren hat.

Aus dem Programm ergibt sich keine Verpflichtung der Vertrauensärztin/des Vertrauensarztes, den Befund anzufordern bzw. findet auch keine automatische Befundübermittlung statt.

Die Befundübermittlung nach Anforderung durch die Vertrauensärztin/den Vertrauensarzt und mit Zustimmung der Frau ist allerdings eine vertragliche Pflicht, der seitens der Radiologin/des Radiologen nachzukommen ist.

Diagnostische Mammografie auf Zuweisung

Die Früherkennungsmammografie im Rahmen des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms richtet sich als Screeninguntersuchung an gesunde Frauen ab 40 Jahren ohne Beschwerden und ohne familiär erhöhtes Risiko für eine Brustkrebserkrankung.

Die diagnostische Mammografie erfolgt unabhängig vom Alter bei medizinischer Notwendigkeit auf ärztliche Zuweisung. Sie erfolgt bei Frauen mit Beschwerden, einer Brustkrebserkrankung oder während der Nachsorge nach einer Brustkrebserkrankung (siehe Leitlinie der Österr. Gesellschaft für Senologie zur Nachsorge nach Mammakarzinom) und bei Frauen mit erhöhtem familiärem Risiko.

Indikationenliste

Die Zuweisung zu einer diagnostischen Mammografie erfolgt anhand der von Österreichischer Ärztekammer (unter Einbindung der Bundesfachgruppe Radiologie, Bundesfachgruppe Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Bundessektion Ärzte für Allgemeinmedizin und approbierte Ärzte) und Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger gemeinsam erstellten Indikationenliste.

Indikation „Familiär erhöhte Disposition“

Im Anhang der Indikationenliste wird die „Familiär erhöhte Disposition“ definiert und Kriterien auf Basis der Familienanamnese genannt, um Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko und Frauen mit moderat erhöhtem Brustkrebsrisiko in der täglichen Praxis identifizieren und ihnen im weiteren Verlauf das entsprechende Screening zukommen lassen zu können.

  • Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko soll eine genetische Beratung und nachfolgend gegebenenfalls ein Hochrisikoscreening angeboten werden. Da auf alle Frauen mit Hochrisiko jedenfalls die Kriterien des moderat erhöhten Risikos zutreffen, ist zur Überbrückung einer allfälligen mehrmonatigen Wartezeit auf die genetische Beratung die Durchführung einer Mammographie möglich. Eine Beschreibung des Hochrisikoscreenings finden Sie ebenfalls im Anhang der Indikationenliste.
  • Für Frauen mit moderat erhöhtem Brustkrebsrisiko besteht die Möglichkeit eines intensivierten Screenings mit jährlichen Mammographien ab dem 40. Lebensjahr.

Kittelkarte familiär erhöhte Disposition

Die Kriterien für ein moderates bzw. ein hohes Brustkrebsrisiko finden Sie übersichtlich aufbereitet auf der Kittelkarte, die die Koordinierungsstelle gemeinsam mit Univ. Prof. Christian Singer, Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs, erstellt hat.

Indikation „Besondere medizinische Indikation im Einzelfall“:

Im Einzelfall sind alle medizinisch notwendigen Indikationen, die nicht als eigene Kategorie in der Indikationenliste angeführt sind, unter der Kategorie „Besondere medizinische Indikation im Einzelfall“ zuzuweisen. Die Zuweiserin/der Zuweiser vermerkt neben der Indikation auch eine entsprechende Begründung.
Diese Zuweisungen werden von der Österreichischen Ärztekammer und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger im Zeitraum Q3/2014 bis inkl. Q2 2015 beobachtet und evaluiert. Die Zuweisungen mit den Begründungen werden zu diesem Zweck von den radiologischen Standorten in Kopie an die Regionalstelle im Bundesland übermittelt.

Mammografien bei Männern auf Zuweisung

Die Mammografie bei Männern ist in jedem Fall außerhalb des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms möglich und wird bei Auftreten von Symptomen wie z.B. einseitiger Vergrößerung der Brust oder tastbarem Knoten auf ärztliche Zuweisung durchgeführt. Die Indikationenliste des BKFP kommt hier nicht zur Anwendung, da dieses Programm nur für Frauen gilt.